Beste rohvegane Lebkuchen – ein Traum!

Diese rohveganen Lebuchen sind ein Traum!

Eine Freundin brachte vor einiger Zeit diese Lebkuchen als kleines Mitbringsel mit. Ich war so begeistert und konnte mir kaum vorstellen, dass diese Lebkuchen aus so wenigen Zutaten hergestellt werden.

Das eine der Hauptzutat Roggensprossen sein sollte, hat mich schon sehr überrascht, weil ich bis dahin Roggensprossen immer nur herzhaft zubereitet hatte. Das hat sich dann ganz schnell geändert. 🙂

Die Freundin hatte für diese Lebkuchen kein richtiges Rezept, sondern die Zutaten intuitiv zusammengemischt. Ich machte mich dann ganz schnell daran, die beste Kombination der Zutaten herauszufinden und ließ das Rezept in mein Sprossen eBook mit einfließen.

Für dieses Rezept eignen sich am besten Getreidesprossen (Roggen-, Weizen- und Kamutsprossen), die nur kurz angekeimt wurden. Der Keim sollte nicht länger als das Korn sein. In diesem Stadium ist das Gluten noch nicht komplett abgebaut bzw. neutralisiert.

Wer auf streng auf glutenfrei achten muss, kann für dieses Rezept auch Buchweizensprossen verwenden. Der Buchweizensprossengeschmack ist in diesem Lebkuchen recht intensiv, kann aber eventuell mit etwas mehr Kakao, Carob oder Lebkuchengewürz überdeckt werden.

Küchengeräte:

Momentan teste ich den Entsafter Omega Juicer 8226. Im Video oben siehst Du, wie einfach damit der Lebkuchenteig zubereitet werden kann.

Der Lebkuchenteig kann auch mit einer Küchenmaschine oder einem Mixer hergestellt werden.

Die Lebkuchen schmecken am besten, wenn sie circa 6 Stunden gedörrt werden. Dafür verwende ich den Revodry.

Zutaten:

  • 220g Roggensprossen
  • 70g Möhrentrester (Reste bei der Möhrensaftherstellung) oder 1 fein geraspelte Möhre
  • 250g Datteln (eventuell 4 Stunden eingeweicht), sehr weiche Datteln brauchst Du nicht einzuweichen
  • 1 bis 2 EL Rohkakao
  • 2-3 TL Lebkuchengewürz
  • 3 EL Kokosmehl (alternativ gemahlene Buchweizensprossen)

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Zubereitung:

  1. Wenn Du einen Entsafter hast, mit dem man gut aus Trockenfrüchten ein Mus herstellen kann, dann gib die Datteln durch diesen Entsafter. Wenn nicht, dann weiche sie ein.
  2. Schneide die Datteln klein und gib sie zusammen mit restlichen Zutaten bis auf das Kokosmehl in einen Mixer oder eine Küchenmaschine und mixe alles zu einer homogenen Masse.
  3. Fülle die Masse in eine Schüssel oder auf einen Teller. Forme aus der Masse Rollen mit einem Durchmesser von circa 3 – 5 cm. Ist die Masse zu klebrig, dann füge etwas Kokosmehl hinzu. Rolle die Rolle in Kokosmehl.
  4. Lasse die Rollen circa 6 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank oder einem kühlen Raum stehen.
  5. Schneide mit einem scharfen Messer (eventuell etwas befeuchten) die Rolle in Scheiben von circa 1 bis 2 cm.
  6. Die Lebkuchen können auch ohne Dörren gegessen werden. Das beste Ergebnis erzielt man allerdings mit dem Dörren für circa 6 Stunden bei 42 Grad.
  7. Nach dem Dörren abkühlen und mit einer Schokoladenglasur bestreichen.

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Zutaten für die Schokoglasur:

  • 100g Kokosöl
  • 100g Kakakmasse
  • 180g Datteln oder ein anderes Süßungsmittel (Agavendicksaft/ Birkenzucker/ Kokosblütensirup)
  • Vanille

Zubereitung:

  1. Kokosöl und Kakaomasse in einem warmen Wasserbad langsam schmelzen lassen.
  2. Die Datteln durch einen Entsafter geben oder klein schneiden und in einem Blender mixen.
  3. Alle Zutaten im Blender oder Hochleistungsmixer mixen.
  4. Mit Datteln wird die Glasur recht dickflüssig und sieht nicht so homogen aus wie zum Beispiel mit einem flüssigen Süßungsmittel.

Tipp: Statt Kakaomasse kannst Du auch Kakaobutter oder nur Kokosöl verwenden. Gib dann zu dem Kokosöl neben den Datteln und der Vanille noch 4 bis 6 EL Kakao- oder Carobpulver.

Update Schokoglasur:

Seit kurzem bereite ich die Schokoglasur wie folgt zu:

Kakomasse und Kokosöl im warmen Wasserbad schmelzen, die anderen Zutaten dazu geben und verrühren. Die Lebkuchen auf der einen Seite bestreichen, die Glasur fest werden lassen und dann die andere Seite mit der Schokolandenglasur bestreichen.

Mit den Datteln wird die Glasur manchmal zu stückig oder die Zutaten vermischen sich nicht so gut. Kokosblütensirup oder das Yaconpulver allein geben auch eine gute Süße und lassen sich besser mit dem Fett vermischen.

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Falls Dich das Rezept total angesprochen hat und Du es unbedingt ausprobieren möchtest, dann ist jetzt für Dich der erste Schritt Roggenkörner (falls Du welche da hast) einzuweichen. Ich weiche meistens um die 300 bis 350g ein, um die 2 bis 3 fache Menge der Lebkuchen herzustellen.

Ankeimen von Roggen

  1. Weiche den Roggen circa 12 Stunden in Wasser ein.
  2. Spüle ihn danach gründlich ab.
  3. Verteile ihn auf Keimgläser oder verwende zum Keimen ein großes Sieb.
  4. Lass den Roggen ein bis zwei Tag ankeimen, so dass der Keim nicht länger als das Korn ist (bei sehr kühlen Temperaturen in der Küche kann es auch etwas länger dauern).
  5. Spüle alle 12 Stunden die Körner mit Wasser und lasse sie gut abtropfen.

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Dieses Rezept ist eines von über 80 Rezepten, die in meinem eBook über Sprossen, Grünkraut und grüne Gräser enthalten sind. Ein eBook mit exakter Erfolgsanleitung für das Keimen von 35 Sprossenarten! Du erfährst wie Du aus verschiedenen Getreidesorten grüne Gräser ziehen kannst und warum und wie lange Du Nüsse & Co einweichen solltest!

Wenn Dir das Rezept gefallen hat, teil es gern mit Deinen Freunden! Ich wünsche Dir einen wunderbaren 1. Advent und eine harmonische Vorweihnachtszeit.

Herzensgrüße

Deine Silke

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12 Kommentare zu “Beste rohvegane Lebkuchen – ein Traum!

  1. Hast du es schon mit eingeweichtem Hafer statt Roggensprossen probiert? Ich komm hier auf Fuerteventura so schlecht an Roggen…
    Liebe Grüsse

    • Nein, mit eingeweichten Hafer habe ich es noch nicht probiert. Scheint aber auch eine gute Idee zu sein. Teste es bitte und gib mir ein Feedback.

      Herzliche Grüße nach Fuerteventura.
      Silke

  2. Ich mache das ganze super gerne mit Haferflocken statt den Keimlingen, wenn ich gerade keine zur Verfügung habe!
    Einfrieren ist auch easy übrigens =) <3

  3. Liebe Silke, Danke für das tolle Rezept,
    kann ich statt Roggen auch Buchweizenweizenkeime nehmen? Müssen die dann nochmal getrocknet werden? oder werden sie feucht verarbeitet?

    • Liebe Andrea,

      ja, kann man auch machen. Allerdings schmeckt es dann anders. Mir persönlich schmecken die Lebkuchen mit Roggensprossen am besten. Die Buchweizensprossen feucht verarbeiten. Viel Erfolg und alles Liebe.
      Silke

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