Bewusst essen und leben – ökologisch und gesund

Letzten Winter traf ich einen Bekannten hier bei uns in einem Biomarkt. Er ernährt sich seit Jahren vegan. Wir unterhielten uns über das Frischeangebot vor Ort. Er erzählte mir, dass er und seine Freundin fast nur regionales Obst und Gemüse essen. Dann gibt es eben im Winter nur Äpfel und ab und zu Bananen als Überseeluxus. Selten kaufen sie Paprika, Zucchini, Aubergingen oder Brokkoli im Winter aus Spanien dazu, weil in Spanien Wasserknappheit herrscht und sie das nicht unterstützen möchten.

Das hat bei mir einiges wieder in Gang gesetzt. Auf der einen Seite fühle ich mich mit der Rohkost sehr wohl und genieße die Vielfalt die man hier auch im Winter genießen kann. Andererseits trägt es nicht zu einer guten Ökobilanz (Wasserknappheit, lange Transportwege – Transportkosten, Schiffsemissionen; konventionelle Landwirtschaft mit chemischer Düngung und Schädlingsbekämpfungsmitteln,  konventionelles Obst aus den Tropen wird chemisch behandelt und kontaminiert dort vor Ort nicht nur die Umwelt, sondern auch die Mitarbeiter, die oftmals nicht geschützt sind) bei.

Kann man einen guten Mittelweg zwischen Gesundheit und Ökologie finden?

Manche Rohköstler finden eine Lösung und wandern in den Süden und in die Tropen aus um Früchte und Sonne satt zu genießen. 🙂

Nachhaltig leben, ökologisch denken – das trage ich schon viele Jahren in mir und es hat mich sehr lange davon abgehalten, die Rohkosternährung auch im Winter zu praktizieren.

Vor 4 Jahren bin ich doch den Schritt gegangen und ernähre mich nahezu das ganze Jahr über von Rohkost.

Mit der Rohkost fühle ich mich leicht, fit und gesund. Diesen dauerhaften Zustand habe ich mit gekochter Nahrung nicht erreichen können.

Wenn ich an mein Wohlgefühl und meine Gesundheit denke, dann ist eine rohköstliche Ernährung für mich das Optimum.

Die Nachhaltigkeit und die Ökobilanz bleiben allerdings auf der Strecke, wenn die Rohkosternährung nicht mit einer bestimmen Form des Bewusstseins einhergeht.

Im den Buch Achtsamkeit – von der Notwendigkeit unsere Haltung zu ändern von Leonardo Boff steht:

Wenn die Erde ein lebendiger Großorganismus ist, kommen ihr wie alle Lebewesen Rechte zu. Für uns Menschen ist dies mit der Pflicht verbunden, diese Rechte zu respektieren und zu verteidigen.

2009 fand eine Generalversammlung der vereinten Nationen statt, in der auch der bolivianische Präsident (ein Indio) zu Wort kam. Er forderte oder bekräftigte unter anderem folgende Rechte der Erde:

  • Das Recht der Mutter Erde zur Wiederherstellung von biologischer Leistungsfähigkeit.
  • Das Recht auf Leben für alle Lebewesen, insbesondere der vom Aussterben bedrohten.
  • Das Recht auf ein Leben in Reinheit, denn die Mutter Erde hat ein Recht frei von Giftstoffen und Verschmutzungen jeder Art zu leben.

Gerade der letzte Punkt hat mich wieder zum Nachdenken angeregt. Wie sieht denn meine Ökobilanz aus, wenn ich mich als Rohköstlerin das ganze Jahr von frischen Lebensmitteln ernähre, die eben nicht immer regional und saisonal wachsen, sondern aus allen Teilen der Welt kommen?

Wenn ich auf unser Küchenregal schaue, dann sehe ich Trockenfrüchte, Nüsse, und Superfoods aus aller Welt: Chia aus Argentinien; Gojibeeren aus China, Macadamianüsse aus Kenia, Datteln aus Tunesien – alles sehr international.

Am Anfang meiner Rohkosternährung deckte ich mich mit allen möglichen Trockenfrüchten, Nüssen und Superfoods ein. In den letzten zwei Jahren habe ich mein reichhaltiges Sortiment Stück für Stück ausgedünnt, versuche diese trockenen Lebensmittel nur selten zu konsumieren und mich so gut wie möglich von regionalen und saisonalen Lebensmitteln zu ernähren. Meine Jungs lieben Chia, Datteln und Kakao – komplett aus unserem Leben eliminieren funktioniert also erst einmal nicht.

Regionale, saisonale Lebensmittel verlieren für die meisten Menschen an Bedeutung. Die Globalisierung ermöglicht Obst und Gemüse aus aller Welt zu importieren. Vor allem Rohköstler und Früchteliebhaber freuen sich über Bananen aus Ecuador, über Mango und Paprika aus Spanien, Kiwi aus Italien und Avocado aus Israel.

exotisches Obst

Doch wie hoch ist die Qualität der importierten Ware? Welchen ernährungsphysiologischen Wert haben von weit her importierte Lebensmittel?

Die meisten Früchte werden unreif geerntet, damit sie Transport, Lagerung und Verteilung gut überstehen. Meistens sind die Fürchte, wenn wir sie kaufen, noch unreif und wir müssen sie nachreifen lassen. Zwischen der Ernte und dem Verzehr liegen manchmal Wochen. Wir sprechen hier als nicht von wirklich frischen Lebensmittel im Sinne von frisch aus dem Garten oder dem Wochenmarkt.

Es werden klimakterische und nichtklimakterische Früchte unterschieden. Klimakterische Früchte (Bananen, Mangos, Cherimoya, Kaki, Tomate) können unreif geerntet werden und die nicht klimakterischen Früchte (Ananas, Zitrusfrüchte, Beerenfrüchte) dürfen erst bei optimaler Verzehrreife geerntet werden.

Wie wertvoll sind klimakterische Früchte für uns?

Diese Früchte werden unreif geerntet und können nicht alle Stoffe ausbilden wie Früchte, die sonnengereift geerntet werden und an der Mutterpflanze reifen. Das Nachreifen führt nicht unbedingt zu bester Qualität und man weiß , dass die Früchte gerade im letzten Reifestadium sekundäre Pflanzenstoffe mit gesundheitlicher Wirkung ausbilden (Aroma, Duftstoffe und andere). Mehr dazu kannst Du in meinem Artikel „Was man als Früchteliebhaberin wissen sollte“ nachlesen.

Orangen am Baum

Das Drama der konventionellen Landwirtschaft für unsere Umwelt

Konventionell angebautes Obst und Gemüse enthalten nicht mehr so viele Nährstoffe wie vor 100 Jahren. Vor 50 bis 60 Jahren hatten Obst und Gemüse noch einen viel höheren Nährstoffgehalt als heute.

Die konventionelle Landwirtschaft laugt die Böden aus, sie verarmen und diese Verarmung setzt sich auch in unseren Nahrungsmitteln fort. Achte wenn möglich auf biologische Lebensmittel oder baue Dir Obst und Gemüse in Deinem Garten an.

Biologisches Obst und Gemüse sind oftmals teurer als die konventionelle Variante. Die Qualität der Lebensmittel kann allerdings nur so gut sein, wie die Qualität der Umwelt, aus der dieses Obst und Gemüse stammt.

Wenn die Umwelt mit Giften und Schadstoffen belastet ist, dann sind auch die Lebensmittel belastet. Das spiegelt sich auch in der Luft und im Trinkwasser wieder.

Werden in den Lebensmittelpreisen wirklich alle Unkosten eingerechnet, alle Belastungen, die durch Anbau, Ernte, Transport und Lagerung entstehen, dann müssten Lebensmittel eigentlich 3 bis 4 mal so teuer sein. Dies ist nicht so, da bei uns die Umweltschäden durch die Gesellschaft getragen werden und nicht durch den einzelnen Verursacher.

Es ist eigentlich so: biologisch erzeugte Lebensmittel sind nicht zu teuer, konventionell erzeugte Lebensmittel sind zu billig. Sie schädigen nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Gesundheit.

Landwirtschaft

Toxische Muttermilch

Für eine Studie (in den USA) wurde die Muttermilch von verschiedenen stillenden Frauen auf Pflanzenschutzstoffe untersucht. Alle Muttermilchproben waren mit diesen Stoffen belastet, waren voll mit Toxinen.

Stell Dir den Wahnsinn vor, einige dieser untersuchten Milchproben waren so toxisch belastet, die hätten nicht mal über die Toiletten entsorgt werden dürfen, weil sie so belastet waren. Und diese Frauen haben Kinder gestillt! Zwei dieser Kinder litten unter Autismus – ihre Mütter hatten von allen untersuchten Proben die meisten Toxine in ihrer Milch.

Ich halte Stillen für das Beste, was wir unserem Kind geben können. Ich habe meine Jungs jeweils über 3 Jahre gestillt.

Wegschauen, leugnen, ignorieren bringt nichts … wir müssen etwas ändern. Mehr biologische Lebensmittel essen, mehr Aufklärung betreiben, was die landwirtschaftlichen Gifte bei der heimischen Flora und Fauna und letztendlich auch bei uns bewirken.

Ich empfehle Dir einen interessanten Vortrag von Dr. Dietrich Klinghardt über Umweltgifte, Autismus und Elektrosmog auf Youtube. Klicke hier.

Bienensterben

Die Gifte der konventionellen Landwirtschaft schädigen nicht nur die Böden, die Luft, das Trinkwasser, uns Menschen und die Schädlinge, gegen die sie eingesetzt werden, sondern auch nützliche Insekten. Hast Du schon mal etwas vom Bienensterben gehört oder gelesen?

Die Giftstoffe der konventionellen Landwirtschaft, der Honigentzug und die Zuckeralternativnahrung schwächen das Immunsystem der Bienen und geben der Milbe Varroa destructor leichtes Spiel, um das Bienensterben voran zu treiben. In den Medien hört und liest man nur von den Milben als alleinige Ursache. Diese Problematik muss ganzheitlich betrachtet werden und dazu gehören eben auch die oben genannten Punkte.

Biene an Blume

Ein französisches Bienenforscherexperiment zeigte es ganz deutlich auf. 5000 Bienen aus einem Bienenstock wurden mit einer Rückenmarkung versehen und ausgesandt. Keine der 5000 Bienen fand zurück.

Diagnose Immunschwäche mit akuter Störung des Orientierungssystems aufgrund von Insektengiften.

150 Nutzpflanzen in Europa und 80% Wildpflanzen sind von der Bestäubung von Insekten abhängig. Wir brauchen die Insekten. Durch eine bewusstere Wahl unsere Lebensmittel können wir einen kleinen Teil zur Lösung beitragen und unser Umfeld über die Umstände aufklären.

Wir sind nicht darauf angewiesen Gifte zu versprühen. Dieses Denken sollte wirklich langsam einsetzen. Versuchen wir nach unseren Mitteln und Möglichkeiten zu handeln.

Wie kann ich als Rohköstlerin in Deutschland bewusster Lebensmittel konsumieren?

Meine Lösung sieht wie folgt aus:

  • einmal die Woche ein Wasserfasten durchführen – keine Lebensmittel
  • einmal die Woche ein Saftfasten durchführen ( aus regionalem Obst und Gemüse, Wildkräutern und Sprossen)

Das sind 2 Tage, an denen ich keine Lebensmittel bzw. nur regionale Lebensmittel zu mir nehmen kann.

  • viele Wildkräuter (frisch oder trocken) und Wildfrüchte (Brombeere, Sanddorn, Hagebutte) –

Einiges an Wildgrün wie Vogelmiere, Brombeerblätter und Taubnessel kann ich auch im Winter finden

  • viele Sprossen/ Grünkraut und grüne Gräser selbst ziehen – sie sättigen sehr gut und enthalten viele Nähr – und Vitalstoffe.

Ich bestimme wann ich sie ernte und dann ist der Nährstoffgehalt höher als in jeder gekauften Ware. Wenn ich mich im Winter bevorzugt von regionalen Lebensmitteln ernähre, dann muss ich oft auf Lagerware zurückgreifen.

Je länger etwas lagert, umso mehr nimmt der Nähr – und Vitalstoffgehalt ab. Aus diesem Grund verlasse ich mich im Winter und Frühjahr vorrangig auf Sprossen, wenn ich mich rundum versorgen möchte. Hier geht es zu meinem eBook über Sprossen, Grünkraut und grüne Gräser.

  • Fokus auf regionale und saisonale Lebensmittel

Das hat den Vorteil, dass ich ein Gefühl dafür bekommen, welche Lebensmittel zu welcher Jahreszeit bei uns wachsen. Im Sommer liebe ich Tomaten, Gurke, Paprika, Blattsalat und Beerenfrüchte. Im Herbst und Winter stehen Äpfel, Birnen, Grünkohl, Feldsalat, Kohlsorten, Wurzelgemüse und Postilein auf meinem Speiseplan.

  • Lebensmittel aus Europa, vor allem Nachbarländern, verwenden – kürzere Transportwege
  • tropische und südliche Früchte machen keinen Hauptbestandteil der Ernährung aus

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Ich bekomm immer wieder Nachrichten von Menschen die sagen: „Du isst aber wenig. Kommst Du damit aus? Das würde ich nie schaffen, ich brauche so viele Kalorien. Weil ich so viel essen muss, kann ich mir Bio nicht leisten und muss konventionell essen.“

Ich achte überhaupt nicht auf die Kalorienmenge. Ich ernähre mich ganz intuitiv, integriere viel Wildgrün, viele Sprossen und Grünkraut und versorge mich so mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen.

Meine Tipps:

regelmäßig fasten, den Darm reinigen, Bewegung an der frischen Luft, Umstellung auf hochwertige biologische Nahrung mit viel Wildgrün und die mentale Haltung ändern.

Das war mein Weg.

Ich benötigte immer weniger Lebensmittel mit hoher Energiedichte. Hochwertige Lebensmittel sättigen mich auch in kleineren Mengen.

Es geht nicht darum aufzuhören mehr zu essen, sondern anzufangen, anderes zu denken.

Mit der mentalen Haltung kannst Du einiges bewegen, unter anderem auch die Ernährungsmenge drosseln. Isst nicht so viele Nahrungsmittel, iss maßvoll hochwertige Lebensmittel.

Natürliche Umgebungsstrahlung nährt uns

Wusstest Du, dass wir nur ein Drittel unseres Gesamtenergiebedarfs über die Ernährung abdecken?

Den größten Teil nehmen wir über die natürliche Umgebungsstrahlung (Sonnenlicht, Erdmagnetfeld u. a.) auf. Bedenke, das komplette breite Spektrum an natürlicher Umgebungsstrahlung nimmst Du in freier Natur am besten auf.

Vielleicht hast Du auch schon gemerkt, dass ein Tag in der freien Natur (Wiese, Park, Berge, am Wasser, Wald) Dich lebendig, wach und ausgeglichen macht.

Im Buch Wir fressen uns zu Tode von Galina Schatalova, weist die Autorin darauf hin, dass wir zu viel essen. Es gäbe noch andere Kanäle in unserem Körper, über die wir uns Energie zu führen können.

Die Macht des Geistes

Wenn Du jetzt sagst, ich kann mir nur konventionelle Lebensmittel leisten, Bio ist mir zu teuer, fasten mag ich auch nicht, das ist mir alles zu blöd, dann habe ich folgenden Tipp für Dich:

Wenn Du davon überzeugt bist, dass die Lebensmittel die Du gerade zu Dir nimmst, für Dich und Deine Gesundheit gut sind, dann wird es auch so sein. Auch wenn die Lebensmittel nicht wirklich optimal sind. Wenn Du andererseits denkst, die Lebensmittel sind ungesund und schädlich, weil sie umweltvergiftet sind, dann wird es wahrscheinlich so sein. Dein Körper wird mit Unwohlsein oder mit Krankheit reagieren. Das ist die Macht des Geistes. Das kann unser Freund, aber auch unser ärgster Feind sein. Es kommt immer auf die geistige Haltung an.

Leben im Einklang mit der Natur, so nachhaltig wie möglich leben, das ist meine Vision für die Zukunft. Ich bin noch am Anfang, es können noch viele Schritte getan werden. Ich bin immer bereit weiter zu gehen, mich weiterzuentwickeln. Immer in Bewegung bleiben – mit Körper, Geist und Seele.

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Sonnige Herzensgrüße

Deine Silke

P.S. Du kannst Dich gern für meinen Newsletter eintragen, dann erhältst Du regelmäßig frische Post. Ich informiere Dich über Neuigkeiten und Projekte. Lass Dich vom Rezept des Monats inspirieren und erfahre Wissenswertes zum Wildkraut des Monats. Zögere nicht und werde Teil der LEBE ROH, GESUND UND FROH Gemeinschaft. 🙂 Verbinde Dich mit mir auf Facebook, folge meiner FB Seite „Lebe roh, gesund und froh“ und abonniere meinen Youtubekanal. Dann bist Du immer auf dem neuesten Stand. 🙂

13 Kommentare zu “Bewusst essen und leben – ökologisch und gesund

  1. Danke für Deinen Artikel, liebe Silke. Ein gesunder und nachhaltiger Weg, den Du da gehst 🙂

    Vor allem die ganzen Monokulturen zerstören Lebensräume vieler Tiere und führen zu Artensterben. Und wir laugen so unsere Böden aus. Da helfen leider auch die Bio-Label nicht nachhaltig genug, obwohl sie unter dem Aspekt der ausgebrachten Gifte eine bessere Bilanz als konventionelle Agrarindustrie haben. Bleibt nur, mit den Erzeugern in persönlichen Kontakt zu treten, um etwas über die Ökobilanz der Nahrung heraus zu finden, z.B. auf Wochenmärkten. Dogmen helfen da nicht weiter. Was nützt beispielsweise „nur“ vegan, wenn konventionelles Soja, Palmöl und Monokulturen massig Lebensraum samt Bewohner vernichten. Wir haben noch viele Fragen zu beantworten, um die negativen Auswirkungen des menschlichen Handelns der letzten paar hundert Jahre abzumildern und Folgeschäden aufzuhalten. Ich finde auch, wir sollten raus in die Natur gehen, nicht nur in der Stadt, sondern auch auf das Land und in die Wälder. Manchmal denke ich, wir als Städter haben ein zu romantisches Bild von der Essenserzeugung entwickelt, von Kreisläufen in der Natur und den Auswirkungen unserer Eingriffe. Seit ich dieses Jahr selbst jede Woche für paar Stunden mit auf dem Feld bin (solidar. Landwirtschaft) und anfange, mich mit Naturschutz zu befassen, glaube ich immer mehr, dass es keine einfachen Lösungen im Sinne von Patentrezepten gibt, auch allein vegan nicht. Schön, von Menschen wie Dir zu lesen. Die Menge reduzieren ergibt Sinn. Das Buch von Galina Schatalova habe ich auch gelesen. Sicher spielt dabei der Suchtaspekt beim Essen eine Rolle. Sucht kann überall auftreten, zu viel essen, wenig essen und auch Fasten kann süchtig machen. Unser Gehirn ist da ein wunderbarer Chemiebaukasten für glückbringende Botenstoffe 🙂

  2. Ein sehr guter Artikel, der mir mal wieder klar macht, wie wichtig es ist, bewusst zu essen – aber auch bewusst zu konsumieren! Ich bin in einem relativ späten Alter dabei, so gut ich kann auf Rohkost umzustellen, auf alle Fälle aber biologisch und vegan zu essen und du, liebe Silke, bist mein grosses Vorbild. Ich verfolge schon seit längerer Zeit deine Infos und Videos und möchte sie nicht mehr missen 😊

  3. Liebe Silke,
    ja deine Darstellungen sind fundiert und gut nachvollziehbar, mein Ziel ist es auch einmal einen Garten zu haben und alles selber anzubauen. Habe jetzt mit Kräutern auf dem Balkon angefangen, mir fehlen noch die Orte, wo ich weitere Wildkräuter sammeln kann. Es macht riesig Spaß. Es ist wirklich so, dass ich mich nach einer vollen warmen Mahlzeit schlapp und müde fühle und ich werde es auch nach und nach ändern. Schön, dass du dein Wissen weitergibst.
    Alles Liebe und Licht für dich und Familie
    Marion

  4. Hallo Silke,
    vielen Dank für deinen Artikel, du sprichst auch mir aus dem Herzen.
    Oft stehe ich im Bio-Laden und schaue mir das, sehr oft, welke Gemüse an, und frage mich, was für einen Wert es hätte, dieses zu konsumieren.
    Leider wird bei uns auch in den Bio-Läden meist Obst und Gemüse aus dem Ausland angeboten und wenig regionales.
    Das mit der Trockenzeit in Spanien ist mir entgangen, und möchte ich auch nicht unterstützen.
    Das erklärt den momentan hohen Preis von Orangen und Zitronen.
    Ich fand essen an sich immer sehr zeitraubend und etwas überflüssig und hatte eine Vision in der ich nur aus einem Genusswunsch heraus essen würde. Wobei ich immer gerne gegessen, aber nie gerne gekocht habe.
    Über deinen Hinweis, dass wir nur ein Drittel über die Nahrung abdecken, habe ich mich sehr gefreut, da es meiner Vision nahe kommt.
    Zu Beginn meiner Rohkost habe ich mich auch mit allem Möglichen eingedeckt, da ich aber gleichzeitig gemerkt habe, dass ich immer weniger hochwertige Nahrung benötige, werde ich noch lange etwas davon haben.
    Mit Wasserfasten kann mein Geist sich momentan noch nicht anfreunden, aber Saftfasten, wäre mal ein Gedanke, den ich gerne aufnehme.
    Momentan wohne ich noch in der Großstadt und bin noch zwei Jahre an meinen Mietvertrag gebunden. Ich weiß aber, dass ich auf jeden Fall wieder näher an die Natur will. Das bedeutet aber, dass ich mir ein Auto, für den Arbeitsweg zulegen werde, da in den Dörfern die öffentlichen Verkehrsmittel sehr rar sind. Es wird dann wohl ein gasbetriebenes werden, aber zweckmäßig eingesetzt kann ich das gut mit meinem Gewissen vereinbaren.
    Bei Keimlich habe ich den Hinweis gelesen, als Städter, doch einmal in der Woche raus zu fahren und sich Wildkräuter zu besorgen, die halten sich in feuchte Tücher geschlagen im Kühlschrank gut ein paar Tage. Zur Zeit habe ich aber nicht einmal ein Fahrrad, also mal sehen, wie ich das anstelle.
    Ich habe jetzt auch mit Yoga begonnen und sehe das als eine Möglichkeit besser zu mir zu finden. Es gibt sogar die Möglichkeit Yoga-Urlaub in Verbindung mit einr Kräutererkundung in Deutschland zu machen, das hat mich sehr gefreut und werde ich mal nächstes Jahr ausprobieren.

    Ich möchte dir noch einmal f7r dein leckeres Grießbrei Rezept danken.
    Das steht bei mir sehr oft auf dem Plan.
    Momentan aber noch mit Datteln gesüßt. Hättest du da einen Alternativvorschlag.
    Ich nehme zwar sehr wenig, dadurch, dass ich Obst mit hinein mache. Aber ein wenig Süße mag ich schon noch, da ich oft Beeren verwende, die nicht so süß sind.

    Liebe Grüße
    Ursula

  5. Toller Artikel!
    Habe gerade das Buch „Wir fressen uns zu Tode“ fertig gelesen, sehr inspirierend!
    Habe das Glück, hier auf dem Land viele Wildkräuter zu sammeln und einen Hofladen mit ausschließlich Bioland in der Nähe zu haben. Und im Sommer viel aus dem eigenen Garten zu ernten. Auch die ganzen exotischen Superfoods werde ich nur noch aufbrauchen und so weit es geht durch regionale Superfoods ersetzen. Man lernt halt täglich dazu. Vielen Dank für deine ausführliche Aufklärung!

  6. Liebe Silke,

    weißt Du, was ich an Deinen Posts und Videos am meisten mag? Dass Du nicht mit erhobenem Zeigefinger da stehst, sondern jeden ermutigst seinen eigenen Weg im eigenen Tempo zu gehen. Deine Art die Dinge zu sehen und über sie zu berichten inspiriert und motiviert mich sehr.
    Vielen Dank dafür.
    Herzliche Grüße, Claudia

  7. Liebe Silke
    Herzlichen Dank für diesen ausführlichen Artikel. Ich lerne viel und du bist ein wunderbares Vorbild für mich. Ich bin auf dem Weg….step by step. Alles Liebe und Güte Ruth

    • Liebe Ruth,

      wie schön! Ich freu mich über Deinen Kommentar. Das ist einfach herrlich. Alles Gute und Liebe auf Deinem Weg.

      LG Silke

  8. Hallo liebe Silke,

    es freut und erstaunt mich jedes Mal aufs Neue, was mir beim Stöbern in deinem Blog so unter die Augen kommt.Du hast dir mittlerweile ein sehr gutes und weites Wissen angeeignet, Daumen hoch. Ich bin ja erst vor wenigen Monaten auf deine Seite gestoßen, als ich ein youtube-Video von dir gesehen hatte.

    Vieles ist mir bekannt und sogar vertraut, weil ich auf dem Land aufgewachsen bin und früh (mit ca. 10-11Jahren) meine Ernährung auf vegetarische Kost umgestellt und davor schon gefastet habe. Leider verändert man sich, passt sich beim erwachsen Werden den Erwachsenen Essverhalten an und verschlechtert sich im Ganzen.

    Was ich allerdings noch immer habe ist ein Garten und Zugang zu frischem Obst, Gemüse und Kräutern. Ohne diese Dinge ist das Leben einfach armselig und äußerst geschmacklos. Vielleicht kennst du dich auch in der Ernährungslehre der Hildegard von Bingen aus. Mich fasziniert sie sehr.

  9. Ich bin gerade auch am Weg nur noch regional bzw nur noch Obst und Gemüse aus Österreich zu konsumieren und zu mir zu nehmen! Allerdings esse ich vegan weil ich auf Buchweizen noch nicht verzichten kann und dieser stammt dann beim Kauf natürlich auch aus Österreich! Trotzdem habe ich einen hohen Rohkostanteil in meiner Ernährung und auch Wildgrün wie Girsch, Brennnesseln und Löwenzahn gehören immer mehr in meinen Speiseplan! Generell bin ich sehr begeistert von essbaren Wildpflanzen und gehe sehr oft sammeln, dieses Jahr wird es zum ersten Mal frische Hagebutte geben und auch auf die Früchte des Weißdorns bin ich schon sehr gespannt, auch hier bei uns ist das Paradies vor der Haustüre, man darf nur lernen wieder genauer hinzusehen und das ist ein langer aber schöner Weg!

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