Essbare Wildkräuter im Februar

Der Winter ist bis jetzt recht mild im Leipziger Süden gewesen. Ich bin sehr dankbar für diese unglaubliche Wildkräuterfülle im Februar, die uns die Mutter Erde kostenlos zur Verfügung stellt. Wildkräuter versorgen uns nicht nur mit wichtigen Nähr- und Vitalstoffen, sondern haben auch fantastische gesundheitliche Wirkungen.

Gefleckte Taubnessel

Dieses Wildkraut gehört zu den Lippenblütlern und blühte fast den ganzen Winter über, obwohl es offiziell erst ab April blüht. Das ist für mich ein Zeichen eines eher milden Winters.

Die gefleckte Taubnessel ist ein traditionelles Mittel gegen Menstruationsbeschwerden und wird auch bei Katarrhen der oberen Atemwege eingesetzt.

Die Taubnessel schmeckt würzig- pilzartig und passt gut in Salate. Meine Lieblingskombination mit Obst: Banane -Taubnessel.

Wildkräuter im Februar
Taubnessel

Schafgarbe

Das Wort „Garbe“ leitet sich von einem altdeutschen Wort ab und bedeutet so viel wie „die Heilende“.

Sie enthält Bitterstoffe, welche die Tätigkeit der Galle, aber auch der Leber, des Magens und der Bauchspeicheldrüse anregen.

Sie wirkt blutreinigend und blutstillend.

Ich mag den würzigen, ein bisschen herben Geschmack der Schafgarbe.

Wildkräuter im Februar
Schafgarbe

Vogelmiere

Dieses tolle Wildkraut bringt mich immer sehr gut über den Winter. Bis auf zwei Wochen mit Schnee und Eis habe ich sie sammeln können. Die Vogelmiere gehört zu den Wildpflanzen, die man das ganze Jahr über finden kann. Sie wächst und keimt zum Teil auch unter dem Schnee, wenn die Minusgrade nicht zu weit nach unten rutschen.

Sie zeichnet sich durch einen hohen Mineralstoff – und Vitamingehalt aus und schmeckt  leicht nach jungem Mais.

Der Pfarrer Kneipp erkannte sie als erstes hier in unserem Raum als Heilpflanze. Die Vogelmiere reinigt und kräftigt den ganzen Organismus und wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und verdauungsfördernd.

Wildkräuter im Februar
Vogelmiere

Brennnessel

Dieses Wildgrün habe ich erst vor wenigen Wochen wieder sammeln können. In der ersten Februarwoche war es so mild, dass kleine alte Brennnesselpflanzen neue frische Blätter getrieben haben.

Die Brennnessel zeichnet sich durch einen hohen Mineralstoff- und Vitamingehalt aus, zum Beispiel Vitamin A, C, E, Eisen, Magnesium, und Silizium in Form von löslicher Kieselsäure.

Sie hat auf uns eine blutreinigende und entgiftende Wirkung und kann wunderbar für Frühjahrskuren verwendet werden.

Die Brennnessel schmeckt wie Spinat, jedoch würziger und aromatischer.

Wenn Du planst in diesem Jahr die Brennnesseln roh zu essen, dann lies gern meinen Artikel „8 Varianten Brennnesseln roh zu essen“.

Wildkräuter im Februar
Brennnessel

Löwenzahn

Den Löwenzahn habe ich fast den ganzen Winter über sammeln können, nur kleine Blättchen, aber auch diese haben meinem Speiseplan enorm bereichert.

Er enthält Bitterstoffe, Vitamine und Mineralstoffe.

Der Löwenzahn wirkt blutbildend, blutreinigend und wird bei Leber -und Gallenschwäche eingesetzt.

Löwenzahn schmeckt bitter- würzig.

Wildkräuter im Februar
Löwenzahn

Gundermann

Der Gundermann wird auch Gundelrebe genannt.

Die Gundermannblätter schmecken  würzig herb und enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe und Bitterstoffe.

Er wirkt entzündungshemmend und regt die Blase und die Niere an.

Wildkräuter im Februar
Gundermann

Wiesenlabkraut

Dieses Wildkraut können wir fast das ganze Jahr über auch im Winter sammeln, wenn der Winter mild bleibt.

Der Name bezieht sich auf ein Enzym im Labkraut, welches die Milch gerinnen lässt.

Wiesenlabkraut enthält Kieselsäure, Gerbstoffe, Flavonoide und ätherische Öle.

Er schmeckt relativ mild und wirkt harntreibend, blutreinigend und kann den Lymphfluss anregen.

Wildkräuter im Februar
Wiesenlabkraut

Scharbockskraut

Dieses säuerlich, leicht scharf und leicht bitter schmeckende Wildkraut enthält viel Vitamin C, wirkt blutreinigend und vertreibt im Frühjahr die Frühjahrsmüdigkeit.

Weitere Informationen kannst Du gern in meinem Artikel „Scharbockskraut – Vitamin C im Frühjahr“ nachlesen.

Wildkräuter im Februar
Scharbockskraut

Giersch

Dieses Wildkraut ist in  ganz Europa heimisch. Es enthält viele Mineralstoffe und Vitamine, sowie ätherische Öle.

Giersch wirkt beruhigend, entwässernd, verdauungsanregend und wird vor allem bei Gicht und Rheuma angewendet.

Ich mag den würzigen Giersch sehr gern. Er schmeckt wie eine Mischung aus Möhre, Sellerie und Petersilie.

Wildkräuter im Februar
Giersch

Gänseblümchen

Dieses kleine Wildblümchen kennt wohl jeder.

Es ist sehr vitamin- und mineralstoffreich und enthält auch Gerb- und Bitterstoffe.

Volksmedizinisch wird es zum Beispiel bei Hauterkrankungen und  Leberleiden eingesetzt. Außerdem regt es den Stoffwechsel an und trägt zur Blutbildung bei.

Im Winter schmeckt es ziemlich herb.

Wildkräuter im Februar
Gänseblümchen

Spitzwegerich

Zu den Inhaltstoffen des Spitzwegerich zählen Kieselsäure, Zink, viel Vitamin C, B und Kalium.

Eine weit verbreitete Heilwirkung  ist die Verwendung von zerdrückten Spitzwegerichblättern (auch Breitwegerichblätter) um die Heilung von Stich- und Kratzwunden zu beschleunigen.

Die Blätter des Spitzwegerichs schmecken leicht champignonartig.

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Wildkräuter im Februar
Spitzwegerich

Brombeerblätter

Die Brombeerblätter sind auch im Winter grün und härter, ledriger und fester als im Sommer.

Ausgewachsene Blätter sind dann nicht nur am Stiel, sondern auch auf der Blattrippe mit Stacheln besetzt. Vorsicht beim Pflücken. Nimm ein Blatt, falte es nach unten und ziehe es ab. Auf diese Weise kannst Du umgehen, von den Stacheln gestochen zu werden.

Die Brombeerblätter schmecken herb aromatisch.

Wildkräuter im Februar
Brombeerblätter

Hagebuttenfrüchte

Die Hagebutten haben einen hohen Vitamin C- Gehalt, vertreiben die Frühjahrsmüdigkeit und wirken auch gegen Erkältungen.

Die Hagebuttenfrüchte schmecken roh am besten nach dem ersten Frost. Das Fruchtfleisch ist dann schön weich, manchmal ein bisschen matschig, aber sehr aromatisch. Die harten Kerne am besten ausspucken.

Wildkräuter im Februar
Hagebutten

Interessierst Du Dich für Wildkräuter?

Hier auf meinen Blog findest Du einiges dazu.

Ich habe noch ein Geschenk für Dich! Die besten 6 essbaren Wildkräuter für Deine Gesundheit in einem kleinen kostenlosen eBook.

Wenn Du diese Wildkräuter regelmäßig zu Dir nimmst, versorgst Du Dich nicht nur mit wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, sondern auch mit hochwertigem Chlorophyll.

Wenn Du daran interessiert bist, dann klicke hier oder auf das kleine ebook rechts.

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, teile ihn gern mit Deinen Freunden! Welche Wildkräuter sammelst Du gerade? Hinterlasse gern einen Kommentar unter diesem Artikel.

Herzensgrüße

Deine Silke

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17 Kommentare zu “Essbare Wildkräuter im Februar

    • Hallo Alex,

      herzlichen Dank für Dein Feedback! Wenn ich Dich mit dem Artikel zum Wildkräutersammeln motivieren könnte, habe ich mein Ziel erreicht! 🙂

      Liebe Grüße
      Silke

  1. Hallo Silke
    Wirklich interessant deine Beiträge über Wildkräuter. Vielen Dank dafür. ich bin immer wieder beeindruckt was alles so essbar ist.Viele Grüße ,Anja

  2. Hallo Silke. Ich finde dein Beitrag sehr hilfreich und allgemein finde ich deine ganzen Beiträge sehr Inspirierend. Dank dir bin ich erst mal vor längerem zum Wildkräutern sammeln gekommen und erstaunlich finde ich das alles unnormal lecker schmeckt 🙂 Leider findet man bei mir im Norden zur Zeit kaum etwas, habe bislang leider nur Gundermann und Scharbockskraut gefunden, denke aber das es maximal in 1-2 Wochen auch hier richtig wieder los geht.
    Liebe Grüße, Kevin.

    • Hallo Kevin,

      ich danke Dir für das Feedback! Super, dass Du auf den Wildkräutergeschmack gekommen bist! Die Wildies sind so wertvoll! Freuen wir uns auf die wärmeren Tag, wenn überall wieder reichlich wildgrün sprießt.

      Liebe Grüße
      Silke

  3. Begrüße dich Silke!
    Das Frühjahr naht und es treibt mich zu den Windkräutern. Ich sammle bereits die Brennnessel und Bärlauch im Wald.
    Es ist so wundervoll, wenn man die kosmische Information der Pflanzen erkennt, denn das ist nichts „Menschengemachtes“.
    Der beste Arzt ist eben dein eigener Organismus. Ursprünglich war der menschliche Organismus mit der Fähigkeit ausgestattet, intuitiv zu wissen, welches Heilkraut wann anzuwenden ist. Er wusste, auf welche Weise er zu essen und zu atmen hat. Auch war er in der Lage, Krankheiten bereits vor ihrem Ausbruch abzuwehren. Nichts und niemand kann deinen Organismus ersetzen, denn er ist dein persönlicher, gottgegebener Arzt.

    Und Gott hat für jedes „Wehwechen ein Kräutlein wachsen lassen für uns Menschen.Liebe Grüße von Moni

  4. Begrüße dich Silke!
    Das Frühjahr naht und es treibt mich zu den Windkräutern. Ich sammle bereits die Brennnessel und Bärlauch im Wald.
    Es ist so wundervoll, wenn man die kosmische Information der Pflanzen erkennt, denn das ist nichts „Menschengemachtes“.
    Der beste Arzt ist eben dein eigener Organismus. Ursprünglich war der menschliche Organismus mit der Fähigkeit ausgestattet, intuitiv zu wissen, welches Heilkraut wann anzuwenden ist. Er wusste, auf welche Weise er zu essen und zu atmen hat. Auch war er in der Lage, Krankheiten bereits vor ihrem Ausbruch abzuwehren. Nichts und niemand kann deinen Organismus ersetzen, denn er ist dein persönlicher, gottgegebener Arzt.

    Und Gott hat für jedes „Wehwechen ein Kräutlein wachsen lassen für uns Menschen.
    Herzliche Grüße von Moni

    • Liebe Moni,

      herzlichen Dank für Deinen wertvollen Kommentar! Jaaa, die kosmische Information der Pflanzen hat es mir auch sehr angetan. Einfach mit nichts zu vergleichen. Freue mich auf das Frühjahr mit der reichlichen Pracht an Wildgrün!

      Liebe Grüße
      Silke

  5. Hallo Silke,

    Ich liebe die Wildkräuter auch, danke für deinen Beitrag ☺
    Was ich mich zur Zeit aus aktuellem Anlass frage ist, wie es mit dem Verzehr in der Schwangerschaft ist da sie ja entgiften und reinigen… Kann ich mit manchen was anrichten?

    Danke und liebe Grüße Edith

    • Hallo Edith,

      bei einer Schwangerschaft wär ich vorsichtig und würde Wildgrün nur in Maßen essen, milde Sorten wie Brennnessel oder Lindenblätter. Am besten pur, dann merkt man schnell wann der Körper genug hat.

      Liebe Grüße
      Silke

  6. Hallo Silke
    Da ich nun frischgebackener Rentner bin, möchte ich mich nun endlich meinem Hobby widmen
    Kräuteranbau. Habe natürlich genau so großes Interesse an Wildkräutern. Kann man bei Dir nicht an Kräuterwanderungen oder einem Lehrgang teilnehmen?
    LG Toschi

    • Hallo lieber Toschi,

      ab April gibt es wieder einmal im Monat ein Rohkosttreffen im Leipziger Süden. Anschließend machen wir dann im Agrapark eine kleine Kräuterwanderung. Du bist herzliche eingeladen. Schreib mir einfach eine Nachricht.

      Lg Silke

    • Hallo Anke,

      Du kannst auch die weiße Taubnessel essen. Es gibt noch eine Goldnessel und eine rote Taubnessel. Die sind alle essbar.

      Liebe Grüße
      Silke

  7. Liebe Silke,ich danke Dir für den ausführlichen Bericht über Wildkräuter.Nun kann ich hinaus und das richtige Kraut finden.Überhaupt mag ich Deine Beiträge und Videos gerne.Ich schau sie mir manchmal auch nur an,wenn ich mal einen Durchhänger habe.Du baust mich mit Deiner Begeisterung und Lebensfreude immer wieder auf.

    Danke ❤

    Silvi

    • Liebe Silvi,
      ganz herzlichen Dank für den super lieben Kommentar! Wow, so ein tolles Feedback! Ich hoffe, ich kann Dich weiterhin begeistern!

      Ganz herzliche Grüße und eine liebe Umarmung aus der Ferne.

      Silke

  8. Hallo Silke,
    Vielen Dank für deine vielen wertvollen Tipps hier und auf Youtube. Ich habe in den letzten Tagen intensiv gestöbert.
    Ich habe nun schon so oft gehört oder gelesen, dass die Vogelmiere so lecker sei. Ich habe zwei Jahre lang immer wieder probiert. Doch mir schmeckt sie erdig, schlammig, weshalb ich sie gar nicht mag. Nach jungem Mais schmeckte sie mir nie. Habe ich vielleicht an der falschen Stelle gesammelt und der Boden wirkt sich irgendwie auf den Geschmack aus? Ich würde die Miere wirklich gern in meinen Speiseplan aufnehmen. Mit diesem Geschmack jedoch verdirbt sie mir jegliches Essen oder Trinken, in das ich sie gebe. Nun bin ich ratlos…

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