Gerstengras – ein geniales und gesundes Kulturgrün

Gerstengras gehört zur Familie der Süßgrasgewächse und kann als Superfood bezeichnet werden. Es enthält eine unglaubliche Menge an Nährstoffen: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und Antioxidantien und gehört zu den Lebensmitteln mit der ausgewogensten Nährstoffkombination.

Wer meine Videos auf Youtube und meine Beiträge auf Facebook und hier auf meinem Blog verfolgt, weiß von meiner Wildgrünverbundenheit und wird sich eventuell wundern, warum ich auf einmal einen Artikel über ein Kulturgrün schreibe.

Zum einen gibt es genügend Menschen die sich nicht so recht an das Wildgrün herantrauen, zum anderen habe viele auch keine Zeit oder keine Möglichkeit zum Wildgrün sammeln. Für diese Menschen bietet sich diese sehr gesunde Kulturgrün an.

Hier mein Geheimtipp für Dich: Seit über einem Jahr trinke ich fast jeden Tag ein wunderbares grünes Getränk. Die Hauptzutat dafür ist ein Grassaftpulver*, welches ich einfach mit Wasser vermische. Dieses Grassaftpulver besteht aus dem getrockneten Saft von frisch gepresstem Gerstengras- und Kamutgrassaft.

Wenn Du das frische Gerstengras bevorzugst, dann schau in Bioläden nach Gerstengrastöpfen oder frage danach. Du kannst den Topf nach dem Ernten an einen hellen Platz stellen und die Gräser noch einmal nachwachsen lassen.

Eine sehr gute Möglichkeit sich mit frischem Gerstengras (oder anderen Gräsern) zu versorgen besteht natürlich darin,  das Gerstengras ganz unkompliziert selbst anzubauen. Mehr dazu erfährst Du  in meinem E-Book über Sprossen, Grünkraut und grüne Gräser.

Normale Gerstenkörner aus dem Bioladen haben bei mir leider nie sehr gut gekeimt, was daran lag, dass sie schon entspelzt sind und dadurch oftmals der Keim verletzt wird. Schau auch einfach mal bei Bardowick Saatgut vorbei, dort findest Du auch keimfähige Gerste.

Wertvolle Inhaltsstoffe des Gerstengrases

Der japanische Wissenschaftler Dr. Yoshihide Hagiwara hat vor mehr als 40 Jahren über 200 grüne Blattgemüse untersucht und festgestellt, dass Gerstengras mehr Vitamine, mehr Mineralstoffe, mehr Spurenelemente und mehr Chlorophyll enthält als die anderen grünen Blattgemüse. Dank dieser Untersuchung gilt Gerstengras zu den am besten erforschten Lebensmitteln.

Gerstengras hat eine unglaubliche Nährstoffdichte, es enthält zum Beispiel:

  • doppelt so viel Kalzium wie Kuhmilch oder Weizengras
  • 30 mal mehr von allen B- Vitaminen als Milch
  • 7 mal mehr Vitamin C als Orangen entsprechend der Gewichtsmenge
  • 5 mal mehr Eisen als Spinat
  • doppelt so viel Kalium wie Weizengras
  • genauso viel Zink wie das zinkhaltigste Lebensmittel tierischen Ursprungs

Weiterhin enthält Gerstengras die Vitamine A,  E,  K, Folsäure und Pantothensäure. Mineralstoffe wie Magnesium, Natrium, Phosphor, Schwefel, Chlor und Kupfer sowie wichtige Spurenelementen wie Selen, Mangan, Chrom, Molybdän und Silizium sind auch enthalten.

Gerstengras verfügt auch über eine Vielzahl hochwertiger Aminosäuren und mehr als 20 verschiedene Enzyme, darunter das Enzym Superoxid- Dismutase, welches im Körper als Antioxidant wirkt und somit den Körper vor krebserregenden Stoffen und Strahlenschäden schützen kann.

Ein richtig geniales Lebensmittel. Es gehört mit zu den basischsten Lebensmitteln die es überhaupt gibt. Ein richtiges Superfood.

Gerstengras - gesundes Kulturgrün

Gesundheitsfördernde Wirkung von Gerstengras

Es gibt viele Studien die auf die gesundheitsfördernden Wirkungen des Gerstengrassafts oder des Gerstengraspulvers hinweisen:

  • stimulierende und stärkende Wirkung auf das Immunsystem
  • aktiviert den Stoffwechsel
  •  entgiftet Blut und Gewebe
  • fördert die Kalziumeinlagerungen in den Knochen
  • stark basenbildend
  • senkt den Cholesterinspiegel
  • regt die Blutbildung an
  • gute Vorbeugung gegen Krebs
  • antioxidative Wirkung der Enzyme
  • aktiviert die Selbstheilungskräfte
  • verbessert das Hautbild
  • hilft gegen Schuppenflechte und Neurodermitis
  • hilft bei Haarausfall
  • baut Stress und Spannungen ab
  • fördert den Schlaf
  • steigert die Konzentrationsfähigkeit
  • hilft den Säuren- und Basenhaushalt auszugleichen bzw. zu optimieren

Gerstengras hat weitreichende gesundheitliche Wirkungen die zellaufbauend, entgiftend, entschlackend, entzündungshemmend, beruhigend, entsäuernd, antibakteriell, entspannend und stimmungsaufhellend sein können. Ein tolles grünes  Lebensmittel.

Hat der japan. Wissenschaftler auch Wildgräser oder Wildgrün untersucht?

Ich recherchiere mal weiter. Wildkräuter sind so unglaublich reich an Nährstoffen. Da kommt auch keine Kulturpflanze heran. 🙂 Ich verwende seit über 2 Jahren wilde Süßgräser (entsaften, mixen) und weiß um die hohe Nährstoffdichte der Wildgräser. Lies auch gern meinen Artikel „Wiesengras ist ein Lebenselixier„.

Verwendung von Gerstengras

  • klein schneiden und einem Salat beimengen
  • entsaften (und mit Wasser verdünnen)
  • für grüne Smoothies verwenden (auch dafür die Grashalme klein schneiden)

Tipp: Die Wirkung des Gerstengrases wird gemindert, wenn man es zusammen mit Zitrusfrüchten einnimmt.

Rezept

  • Entsafte einen Topf Gerstengras und vermische den grünen Saft mit dem Wasser einer jungen frischen Kokosnuss.
  • Genießen  …  einfach köstlich.

GerstengrassaftGerstengrassaft mit Wasser

Während eines Saftfastens hat mich dieser Saft unglaublich vitalisiert. Kokosnusswasser ist sehr mineralstoffreich und diese Kombination Gerstengras + Kokosnusswasser ist kaum mit irgendetwas anderem zu toppen.

Frische Trinkkokosnüsse kannst Du bei Dr. Goerg* bestellen. Kokosnusswasser im Tetrapack kannst Du für die Gerstengras- Kokoswasser- Mischung auch verwenden.

Für alle diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben Gerstengras selber zu ziehen, kann ich Gerstengrassaftpulver empfehlen. Bei diesem Pulver handelt es sich um den getrockneten Grassaft der Gerste. Meine Lieblingsmischung ist Gerste mit Kamut (Urweizen). Dieses Pulver eignet sich für Reisen, für einen stressigen Alltag oder eben für Menschen, die nicht die Möglichkeit oder Zeit haben, selber Gräser zu ziehen. Ich empfehle das Pulver Grassaft* von Lebenskraft pur.

Hat Dir der Artikel gefallen? Wenn ja, dann teile ihn doch mit Deinen Freunden? Nimmst Du Gerstengras zu Dir? Wenn ja in welcher Form? Hast Du ein Rezept für uns? Dann teile es gern als Kommentar unter diesem Artikel.

Sonnige Grüße

Deine Silke

Bei den mit einem * markierten Links handelt es sich um Affiliatelinks. Ich bin in verschiedenen Partnerprogrammen und werde am Umsatz jeder Bestellung über diese Links beteiligt, ohne dass es Mehrkosten für Dich als Kunden gibt. Damit unterstützt Du meine Arbeit. Ganz lieben Dank.

P.S. Du kannst Dich gern für meinen Newsletter eintragen, dann erhältst Du regelmäßig frische Post. Ich informiere Dich über Neuigkeiten und Projekte. Lass Dich vom Rezept des Monats inspirieren und erfahre Wissenswertes zum Wildkraut des Monats. Zögere nicht und werde Teil der LEBE ROH, GESUND UND FROH Gemeinschaft. 🙂 Verbinde Dich mit mir auf Facebook, folge meiner FB Seite „Lebe roh, gesund und froh und abonniere meinen Youtubekanal. Dann bist Du immer auf dem neuesten Stand. 🙂

11 Gedanken zu “Gerstengras – ein geniales und gesundes Kulturgrün

  1. Hallo Silke,

    hast Du Gerstengras (oder anderes Gras) auch schon selber angebaut? Wie hast Du es gemacht. Ich habe es einmal probiert und bin dabei total auf den Geschmack gekommen. Ich möchte das unbedingt jetzt regelmäßig machen. Allerdings war meine Methode nicht so wirklich gut. Ich freue mich auf eine Anregung. Lg

    • Hallo liebe Bonnie. Ja ich habe Gerstengras schon selber angebaut. Diesen Winter probiere ich auch mal Hafergras anzubauen. Spannend! Schau mal, hier ist ein kurzes Video mit einer Anleitung zum Gerstengras züchten. So habe ich es auch schon gemacht:
      https://www.youtube.com/watch?v=CTaTdUrwVVg
      Eine andere Möglichkeit: Gerstenkörner 6 bis 12 Stunden einweichen, 1 bis 2 Tage keimen lassen und morgens und abends spülen. Wenn die Gerste keimt auf Bio Erde geben (Topf, Kasten) und mit einer dunklen Folie abdecken oder dunkel stellen. Die Erde schön gießen. 2 Tage so belassen. Dann die Folie entfernen und circa 7 bis 8 Tage wachsen lassen. Regelmäßig gießen (nicht zu nass) und lüften. Dann kannst du ernten. lg

  2. Liebe Silke,

    ich habe jetzt mal Roggengras angebaut. Sieht total schön aus, wenn es so rot aus der Erde kommt und dann immer grüner wird. In 1-2 Tagen ist es reif für den Entsafter und ich bin sehr gespannt, wie es wohl schmeckt.

    Lieb Grüße
    Gwendoline

  3. Liebe Silke,
    ich habe letzten Winter auch mehrmals Gerstengras gezogen… ´Das war für mich eine tolle Vitalstoffbombe!! 😉 Ich hatte mir jeden Morgen einen kleinen Shot entsaftet… Obwohl ich finde, das der Geschmack, zumindest pur, schon sehr extrem ist… Trotzdem wird nächsten Winter wieder fleißig geerntet!!! 😀
    Herzliche Grüße
    Olivia

  4. Hallo Silke,
    weißt Du, ob die jungen Triebe des Buchweizens auch ähnlich gesund sind wie Gerstengras o.a. Süßgräser? Die lassen sich nämlich vergleichsweise problemlos heranziehen. Ich habe aber noch nie darüber etwas gelesen.
    Lg

    Bonnie

    • Liebe Bonnie, das weiß ich leider nicht. So weit habe ich Buchweizen noch nicht keimen lassen. Buchweizen gehört nicht zu den Süßgräsern, sondern zu den Knöterichgewächsen. Kann mir aber gut vorstellen, dass die jungen Triebe auch viele Nährstoffe besitzen. Ich behalte es mal im Hinterkopf und bei Gelegenheit recherchiere ich mal gründlicher. DANKE für die Frage! Nur so lernt man weiter! lg

  5. Hallo Silke

    Du schreibst: Die Wirkung des Gerstengrases wird gemindert, wenn man es zusammen mit Zitrusfrüchten einnimmt.
    Bedeutet das, das die qualitative Wirkung auf den Körper gemindert wird oder einfach die Geschmackswirkung im Mund? lg

      • Liebe Silke,
        Du machst mich mit dieser Aussage neugierig 😉 Hast Du denn eine Idee, weshalb die Zitrusfrüchte nicht so günstig sind bzw. welche Stoffe dann nicht so gut aufgenommen werden können? Oder hast Du dies aus Selbst-Experimenten auf dem „spürigen“ Weg herausgefunden? Ich bin nämlich ein totaler Fan von Gerstengras-Smoothis, wo ich sehr ungern auf dieses saure Element von Zitronen verzichten möchte. 🙂
        An Dich liebe Grüße,
        Jan Dominik

    • Hallo Maria,

      schonend entsaften ist auf Dauer immer besser. Es spricht allerdings nichts dagegen, auch mal ds Gerstengras im Hochleistungsmixer zu mixen, obwohl dann definitiv mehr Inhaltsstoffe zerstört weren.

      LG SIlke

Schreibe einen Kommentar