Warum ich so spät mit Essen beginne – intermittierendes Fasten

Oft wird mir die Frage gestellt, warum ich meine Mahlzeiten so spät einnehme. Auf meinem Youtube Kanal gibt es etliche food diarys, in denen ich zeige, welche Mahlzeiten ich um welche Uhrzeit esse.

Ich praktiziere seit vielen Jahren das intermittierende Fasten. Erst viel später bin ich auf den Begriff intermittierendes Fasten gestoßen.

Was bedeutet intermittierendes Fasten?

Intermittieren bedeutet „unterbrechen“, „aussetzen“.

Beim intermittierenden Fasten verlängere ich den Zeitraum zwischen meinen Mahlzeiten. Der längste Zeitraum liegt zwischen einer Abendmahlzeit und der ersten Mahlzeit am nächsten Tag.

Sehr gängig ist die Variante, auf das Frühstück zu verzichten und erst wieder um die Mittagszeit zu essen. Wenn zum Beispiel ein Abendessen gegen 19 Uhr beendet ist und ich erst am nächsten Tag gegen 11 Uhr wieder etwas zu mir nehmen, dann habe ich 16 Stunden gefastet und nehme dann in einer 8-Stündigen Phase wieder Nahrung zu mir. Die letzte Mahlzeit ist dann wieder gegen 19 Uhr beendet.

Andere Varianten des intermittierenden Fastens:

  • nur eine Mahlzeit am Tag zum Beispiel gegen 18 Uhr (Fastendauer fast 24 Stunden)
  • every other day fasting (ein Tag mit Mahlzeiten wechselt mit einem Tag ohne Mahlzeit)
  • warrior diet 20/4 (20 Stunden Fasten und 4 Stunden Nahrungsaufnahme)

Du kannst aber auch ganz individuell fasten und 14, 15, 16, 17  oder 18 Stunden am Tag fasten und Dich Stück für Stück vorantasten.

Momentan faste ich um die 16 bis 18 Stunden am Tag und in den restlichen 6 bis 8 Stunden nehme ich Nahrung auf:

  • Um die späte Mittagszeit gibt es einen frisch gepressten Saft, vorwiegend aus Gemüse, grünem Blattgemüse, Sprossen, grünen Gräsern und etwas Apfel oder Zitrone
  • Am Nachmittag esse ich eine kleine Obstmahlzeit mit Wildgrün oder Sprossen oder trinke einen grünen Smoothie/ wenn ich unterwegs bin, fällt diese Mahlzeit manchmal weg.
  • Am Abend nehme ich eine reichhaltige Mahlzeit aus Salat, Gemüse, Sprossen, Grünkraut, Algen, Avocado und Dips zu mir. Fällt die Nachmittagsmahlzeit aus, esse ich auch mal etwas Obst vor der Abendmahlzeit.

Diese scheint für mich die optimale Ernährungsweise zu sein, die ich seit einigen Jahren erfolgreich praktiziere.

Vorteile des intermittierenden Fastens

  • Zum einen lernt der Körper seinen Blutzuckerspiegel zu regulieren. Es ist für mich überhaupt kein Problem mehrere Stunden am Tag nichts zu essen, ohne ein starkes Hungergefühl oder einen kleinen Schwächeanfall zu bekommen. Bin ich mehrere Stunden am Tag unterwegs, muss ich keine Nahrung mitnehmen oder mich um Nahrungsbeschaffung kümmern. Meistens nehme ich nur etwas Wasser oder einen frisch gepressten Saft mit.
  • Durch das intermittierende Fasten gelingt mir die Umstellung in den Fastenmodus spielend leicht. Ich habe viele Jahre Fastenerfahrung und die Fastenphasen der ersten Jahre gestalteten sich doch recht schwerfällig, da ich keine Leichtigkeit während des Fasten erfahren habe, so wie ich es jetzt erlebe.
  • Es entlastet die Verdauungsorgane und den Körper. Es findet eine bessere Heilung statt. Der Körper kann besser „repariert“ werden, wenn der Darm und der Stoffwechsel eine längere Phase ruhen dürfen.
  • Die oxidative Schädigung der Zellen wird reduziert und die Zellen werden stressresistenter.
  • Durch die geringen Mahlzeiten am Tag bleibt der Blutzuckerspiegel konstant niedrig und es kommt vermehrt zur Fettverbrennung. Wenn Du abnehmen möchtest, dann ist diese Art des Fastens, längerfristig gesehen eine geniale Ernährungsweise, um überflüssiges Fett zu verlieren.
  • Die Entzündungswerte im Körper werden gehemmt.
  • Die Cholesterinwerte im Blut verbessern sich.
  • Ein hoher Blutdruck pegelt sich ein.

Das schätze ich am intermittierenden Fasten

Beim intermittierenden Fasten wird die Wahrnehmung des Hungergefühls geschult.

Eigentlich sollten wir Menschen uns von unserer eigenen Wahrnehmung des Hunger und des Sättigungsgefühl leiten lassen.

Wenn Du das trainierst, kannst Du leichter zwischen körperlichem und emotionalem Hunger unterscheiden. Emotionalen Hunger werden wir nie mit Essen wirklich stillen können, dieser muss auf anderer Ebene gestillt werden.

Ist das intermittierende Fasten für Dich geeignet?

Wenn Du im Alltag und im Beruf schon stark gestresst bist, dann würde das Weglassen des  Frühstückes Dich noch zusätzlich stressen. Betrachte Dein Leben sorgfältig und prüfe, ob diese Ernährungsform für Dich längerfristig geeignet ist.

Ist es Dir im Berufsalltag nicht möglich, dann versuche es am Wochenende oder in der Urlaubszeit. Dehne die Fastenzeit Stück für Stück weiter nach hinten aus. Isst Du normalerweise gegen 6 Uhr Frühstück, dann verschiebe es auf 7 Uhr und dann immer weiter eine Stunde nach hinten.

Was wäre wenn …

Wenn dieses intermittierendes Fasten unter uns Menschen weit verbreitet wäre, dann hätte dies zum Beispiel einen Einfluss auf Grippewellen oder andere ansteckende Krankheiten, weil bei Menschen, die dieses Fasten langfristig durchführen, sich die Resistenz gegen solche Infektionen erhöht.

Stell Dir das mal vor. Dann wären bestimmte Impfungen überflüssig und man müsste sich nicht der Gefahr einer Impfung aussetzen.

Ein Professor für Zellbiologie sagte 2007 folgendes:

Allgemein ist eine gesunde nicht zu reichliche Ernährung verbunden mit körperlicher und geistiger Aktivität sowie Strategien zur Stressbewältigung Mittel gegen frühzeitiges Altern. Während  pharmakotherapeutische Manipulationen all dieser Faktoren mit dem Ziel einer drastischen Verlängerung der Lebensdauer mit großer Skepsis betrachtet werden muss.                          

Wenn man länger gesund leben möchte, dann ist es wichtig:

  • nicht zu viel essen
  • keine Völlerei betreiben
  • wenig essen, aber dafür gute hochwertige und frische Lebensmittel
  • sich körperlich und geistig fit zu halten
  • ein positives mindset aufzubauen

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Herzensgrüße

Deine Silke

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6 Kommentare zu “Warum ich so spät mit Essen beginne – intermittierendes Fasten

  1. Liebe Frau Leopold,

    von ganzem Herzen Danke ich Ihnen für Ihre Beiträge.

    Es wird immer wieder Menschen geben, die damit noch nichts anzufangen wissen ( siehe Kommentar Öko…..).
    Für mich sind Sie eine Frau die mit beiden Beinen auf dem Boden steht und Klartext redet.
    Bleiben Sie sich treu.

    Alles Liebe und Gute
    Monika Jansen-Radünz

  2. Ich praktiziere es auch seit einiger Zeit. Trinke so gegen 9 Uhr einen smoothi mittags ab 12 Rohkost. Die letzte Mahlzeit nehme ich dann so gegen 17 -18 Uhr zu mir. Damit komme ich sehr gut zurecht und fühle mich damit auch gut.

    • Hallo Stefan,

      beginne langsam die Zeit zwischen den Mahlzeiten auszudehnen. Du kannst in 6 bis 8 Stunden die gleiche Energiemenge aufnehmen wie in 10 oder 12 Stunden. Teste es einfach aus. Ich persönlich habe keinen Gewichtsverlust bei mir bemerken können.

      Alles Gute und Liebe Dir.
      Silke

  3. Hallo Silke,
    wenn man Abends noch so viel ist, dann geht man ja mit vollem Magen ins Bett. Wie siehst du das mit der Verdauung?
    liebe Grüße,
    Gregor

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