Fabelhafte Leinsamencracker in 6 Varianten

Rohkostcracker! Genial!

Du kannst sie in großen Mengen zubereiten und lange in luftdicht verschlossenen Gefäßen aufbewahren. Dann hast Du für diverse Rohkosttreffen oder für Gäste immer eine kleine herzhafte Leckerei parat. Dazu einfach noch eine Guacamole zaubern und Salat reichen und fertig ist eine sättigende gesunde Mahlzeit.

Im heutigen Rezeptartikel stelle ich Dir meine liebsten Cracker mit Leinsamen vor. Du kannst die Basismasse mit vielfältigen anderen Zutaten variieren. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Küchengeräte:

ein paar Schüsseln, eventuell ein Keimglas, ein Dörrgerät (ich verwende den Revodry*)

Zutaten Basismasse:

  • 300 g braune Leinsaat
  • 150 g Goldleinsaat
  • 150 g Sesam
  • 50 g schwarzer Sesam
  • 650 g Möhrentrester (entsteht bei der Herstellung von Möhrensaft) oder fein geriebene Möhren
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 5 bis 7 EL Salzsole

Zubereitung:

  1. Weiche die Leinsaat und die Sesamsaat circa 20 Stunden in REICHLICH Wasser ein. Prüfe nach circa 1 Stunde, ob noch genügend Wasser in den Schüssel vorhanden ist. Die Saaten sollen mit Wasser bedeckt sein.
  2. Wechsel nach 12 Stunden das Wasser und spüle die Saaten gründlich und weiche sie für die restlichen 8 Stunden in frischem Wasser ein. Achte auf sauberes/ gefiltertes Wasser.
  3. Keime die Sonnenblumenkerne circa einen Tag an (die Kerne 6 h einweichen, anschließend das Wasser abgießen und mit frischem Wasser kurz spülen,  circa 24 h ankeimen lassen)
  4. Spüle nach den 20 h Einweichzeit die Leinsaaten sehr gründlich.  Achtung, sie schleimen sehr. Fülle sie am besten in eine große Schüssel, gib reichlich frisches Wasser dazu und vermische alles mit beiden Händen und spüle sie in einem großen Sieb gründlich ab. Eventuell nochmal mit frischem Wasser nachspülen.
  5. Spüle die Sesamsaat und lass alles gut abtropfen.
  6. Vermische die eingeweichten Saaten, die Sonnenblumensprossen und den Möhrentrester mit der Salzsole zu einer Basismasse. Diese kannst Du jetzt wie folgt variieren:

6 Varianten

+ Paprika: 2 (Spitz)Paprika fein gewürfelt, 2 EL Paprikapulver edelsüß

+ Curry/Lauch: ein Stück Lauch in feine Stücke geschnitten, 2 TL Currypulver, 1 TL Kurkuma

+ Rote-Beete/ Ingwer: 130g Rote- Beete Trester, 1 kleines Stück Ingwer oder statt Ingwer frischen Meerrettich verwenden

+ Wildkräuter/Kräuter: 2 bis 3 EL Kräuterpulver von Löwenzahn/ Giersch/ italienische Kräuter/ französische Kräuter

+ Zwiebel/Apfel: 2  fein gewürfelte Zwiebeln, 3 kleine fein geriebene Äpfel

+ Kümmel: 2 bis 3 TL gemahlener Kümmel

Ich persönlich teile den Basisteig mit den Mengenangaben wie oben beschrieben in 4 Teile und stelle daraus 4 verschiedene Sorten her. Die Mengenangaben der einzelnen 6 Varianten beziehen sich dementsprechend auf 1/4 der Basismasse.

Weitere Zubereitung mit dem Dörrgerät:

Ich verwende den Revodry mit 6 Dörrebenen. Mehr Informationen zum Gerät findest Du hier*.

  1. Gib die Masse auf die mit Dörrfolie* ausgelegten Dörrebenen und streichen sie maximal 1 cm dick auf.
  2. Zerteile den Teig mit einem Messer in quadratische oder rechteckige Stücke, so dass Du nach dem Trocknen das Ganze leichter in Stücke brechen kannst.
  3. Trockne die Leinsamencracker die ersten 2 Stunden bei 50 Grad. Die Masse enthält noch viel Feuchtigkeit, das Dörrgut wird nicht auf 50 Grad erhitzt. Schalte nach circa 2 Stunden auf 45 oder 40 Grad herunter und dörre circa 8 Stunden.
  4. Entferne anschließend die Dörrfolien und dörre die Cracker circa 3 bis 4 Stunden weiter. Die Dörrdauer hängt davon ab, wie feucht die Basismasse ist und wie dick sie auf die Dörrebenen aufgetragen wurde.

Wichtig: Trockne die Cracker richtig gut durch, wenn Du sie länger aufbewahren möchtest.

Weitere Rezepte mit Saaten und Sprossen findest Du in meinem eBook über Sprossen, Grünkraut und grüne Gräser. Ein eBook mit exakter Erfolgsanleitung für das Keimen von 35 Sprossenarten! Du erfährst wie Du aus verschiedenen Getreidesorten grüne Gräser ziehen kannst und warum und wie lange Du Nüsse & Co einweichen solltest!

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Fröhliche Herzensgrüße

Deine Silke

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7 Gedanken zu “Fabelhafte Leinsamencracker in 6 Varianten

  1. Liebe Silke,
    habe mich am Wochenende endlich dran gewagt und die Cracker gebastelt. Das Endergebnis ist super lecker aber ich hätte zum Thema „spülen“ eine Frage bzw. eine Bitte an Dich: wie kann ich diesen unglaublich zähen Schleim, der sich um die Leinsamen legt gründlich spülen, vor allem in was für einem Sieb? Habe nur ein Nudelsieb (zu grob) und ein normales Stahlküchensieb (zu fein)! War echt ne Herausforderung!!! Vielleicht kannst Du mir ja ein Foto von Deinem Sieb schicken und/oder wie es heißt bzw. wo ich es kaufen kann….würde mich riesig freuen, denn ich möchte sie gern nochmal zubereiten.
    Liebe Grüße
    Esther

    • Liebe Esther,

      ich spüle ganz normal mit einem handelsüblichen Sieb mit feinen Löchern. Allerdings gebe ich die Leinsamen vorerst in eine große Schüssel, gebe frisches Wasser dazu, vermische es gründlich und gebe alle durch ein Sieb und lasse es gut ablaufen, dauert etwas. Dann spüle ich den Schleim erneut in der großen Schüssel ab und gebe wieder alles in das Sieb zum Ablaufen. LG

  2. Liebe Silke, wieso soll der Schleim bei Leinsaat überhaupt abgespült werden?
    Er wird doch manchmal sogar bewußt angesetzt, um ihn z.B. bei Sodbrennen zu nutzen, als Schleimhautschutz. (Info von Florian Sauer bei der Leber und Gallenblasenreinigung)
    Ich habe mehrmals Cracker ohne Abspülen hergestellt und die waren vorzüglich, sowohl Konsistenz als auch Geschmack.
    LG Gertrud

    • Hallo Gertrud,

      ich habe gelesen, dass es besser ist den Schleim abzuspülen, da sich daran ja auch Phytinsäure und Enzyminhibitoren befinden können. Den ganzen Schleim bekommt man ja meistens auch nicht weggespült. Danke für Deinen kleinen Erfahrungsbericht bezüglich der Cracker.
      LG Silke

  3. Hallo Silke,

    wenn ich die Cracker in Gläser aufbewahre, sind die Cracker nicht mehr knusperig.
    Weisst du eine Aufbewahrungsmöglichkeit, damit die Cracker knusprig bleiben.

    Vielen dank.

    LG
    Sonja

    • Liebe Sonja,

      die Cracker müssen ganz durchgetrocknet sein. Sobald noch etwas Feuchtigkeit enthalten ist, bleiben sie nicht knusprig. Achte auch darauf, dass die Gläser luftdicht verschlossen sind, so dass auch keine Feuchtigkeit von außen eindringen kann. LG

  4. Hey
    Die gedörrten Cracker sehen unglaublich lecker aus, wird dieses Wochenende probiert.
    Habe bisher immer Leinsamen in mein Fruchtleder gemischt damit Biss reinkommt 🙂
    Mal schauen ob deine Cracker noch mit gedörrten Obst / Früchten gemischt bekomme
    Grüße
    Artur

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