Moringa – das Superfood aus dem Senegal

Meine liebe Freundin Maria stellt Euch in diesem Blogbeitrag ein geniales Superfood aus dem Senegal vor.

Ich heiße Maria und lebe mit meinem  Mann und unseren 4 Kindern im Senegal. Viele Jahre haben wir von einem Leben hier geträumt und darauf hingearbeitet; bis sich vor zweieinhalb Jahren eine Chance bot und wir unseren Traum verwirklichen konnten.

Seitdem leben wir  unweit der Hauptstadt Dakar in einem Dorf und betreiben eine  Plantage. Dort wachsen die verschiedensten Obstbäume, gepflanzte und wildwachsende, zwischen Laubbäumen und Heilpflanzen. Der Glücksumstand eines hohen Grundwasserspiegels ermöglicht uns zudem den Anbau verschiedenster Gemüsesorten.

Auf den Feldern habe ich den Moringabaum kennengelernt, eine Pflanze die von den Bauern hier gerne als Windschutz neben das Gemüse gepflanzt wird.

Baum heißt auf „Wolof“, der hier am meisten gesprochenen Sprache, „Garap“. Das gleiche Wort bedeutet aber auch Medizin. So trifft man in den Dörfern immer wieder auf Menschen, die über die Heilwirkung eines jeden Baumes Bescheid wissen.

Auf vielen Grundstücken steht der Baum zur Zierde, er wirkt als eine Art Symbol, um den Schutz des Hauses und der Familie zu gewährleisten.

Moringa kennt man hier unter dem Namen „Nebeday“ was übersetzt „UNSTERBLICH“ bedeutet.

Inhaltsstoffe von Moringa

Die Pflanze gilt zu Recht als nährstoffreichste Pflanze der Welt.

Sie besitzt große Mengen an Vitamin A, C und B, Proteine, Eisen, Calcium, Zink, Magnesium, Karotin, Kalium, Eiweiß, Selen und was relativ selten in einer Pflanze vorkommt, alle 9 essentiellen Aminosäuren, die der menschliche Körper benötigt, jedoch nicht selber herstellen kann.

Reich an Antioxidantien wirkt sie entzündungshemmend, herzstärkend, blutdrucksenkend, darmentgiftend, blutzuckerausgleichend, stressabbauend und immunsystemstärkend.

Viele Menschen, vor allem in der westlichen Welt, leiden an nutritiven Defiziten durch schlechte Essgewohnheiten, wie zu wenig Obst und Gemüse, stark überkochte oder vermischte Lebensmittel, Fertignahrung und  natürlich durch fehlende Nährstoffe in den Pflanzen, die durch chemische Methoden und Monokulturen erschöpft sind.

Moringa bietet, selbst wenn man es nur in kleinen Mengen konsumiert, eine breite Skala von lebenswichtigen Stoffen (mit wenig Kalorien) und kann vom menschlichen Körper, anders als bei synthetischen Pillen, vollständig verarbeitet werden.

Superfood Moringa

Moringa als Antibiotika 

  • Moringa besitzt eine starke antibiotische Wirkung und enthält mehrere antibiotische Substanzen wie beispielsweise das Pterygospermin

Kalzium in Moringa   

  • für die Aufrechterhaltung gesunder Knochen, Zähne, Blutgerinnung, Herz-Rhythmusfunktionen
  • das Blattpulver besitzt 2500mg/100g – ein ernorm hoher Wert

Eisen  in Moringa    

  • Moringa besitzt mehr Eisen als Spinat
  • 25g Blattpulver decken den Tagesbedarf

Magnesium  in Moringa    

  • das Blattpulver enthält 370mg pro 100g Blätter
  • wichtig für das Nervensystem und die Blutgefäße
  • gegen Krämpfe, Stress und hohen Blutdruck
  • regt die Magen-Darmfunktion an

Kalium in Moringa   

  • senkt den Blutdruck
  • regelt den Säure-Basen-Haushalt im Blut

Niaziminine A, B in Moringa  

  • sind Verbindungen die zu der Familie der Senföl-Glykoside gehören und äusserst selten in der Natur zu finden sind
  • es besitzt eine starke Antitumor-Aktivität und hat eine blutdrucksenkende Wirkung

 Beta-Sistorol in Moringa

  • ist wie das Niaziminie eine Phytochemikalie, die hilft den Überschuss an Cholesterin im Blut zu senken

Moringasamen

Die Moringasamen sind natürliche Wasserreiniger, da sie innerhalb kürzester Zeit Viren und Bakterien an sich binden.

Als Paste zermahlen helfen sie auch wunderbar im äußerlichen Einsatz gegen Rheuma, Gicht und anderen Schmerzen bzw. Wunden.

Einsatzmöglichkeiten von Moringa

Insgesamt schreibt man der Moringapflanze bei der Behandlung von über 300 Krankheiten positive Eigenschaften zu.

Wir lösen täglich als Vorsorge 1-2 Teelöffel Moringapulver in 10 L Trinkwasser auf, mischen es in Smoothies und essen vom eigens hergestellten Moringa-Basilikum-Pesto.

Immunstärkung: 1-2 Kapseln (mit Blattpulver) oder 2-3 TL pulver in etwas kaltem Wasser/ Tag

Äußere Infektionen, Wunden: eine paar Samen zermahlen und einmassieren

Rheuma/ Gicht / Muskelschmerzen: Blattpulver oder  Samen mit etwas Wasser verdünnt auftragen

Innere Entzündungen, Erkrankungen: 1-2El Blattpulver, Blüten oder Samen in etwas Wasser gelöst/ Tag

Das gemahlene Blattpulver gebe ich hier in meinem Umfeld öfters Kindern, die an  Asthma leiden oder alten Menschen mit Herz-, und Kreislaufproblemen.

Es gibt außerdem ein paar schmackhafte Gerichte, wo Blätter oder Blüten mit gekocht werden.

Moringablüten und Moringablätter.

Moringa im Trockenraum zum Trocknen ausgebreitet.

Auf dem Foto rechts siehst Du, wie ich die Moringablätter in einem Mörser aus Holz nach und nach zu feinem Puder verarbeitete. Alles Handarbeit, ohne Strom, so natürlich und sanft wie möglich.

Moringa ist auch wunderbar für jede Pflanze, so fertilisiert sie den Boden, übernimmt das Düngen und regelt den Säurehaushalt im Boden.

Unsere Papayapflanze ist dank wöchentlicher Sonderbehandlung mit Moringa, binnen einiger Monate auf über drei Meter gewachsen und trägt dutzende Fruchtansätze.

Seit nun mehr einem Jahr arbeite ich daran das Blattpulver, die Blüten und die Samen dieser „Wunderpflanze“ für den lokalen Markt und in Europa anzubieten.

Viele Grüße aus dem Senegal

Maria

Wenn Du sehen möchtest, welche Früchte auf unserem Grundstück wachsen, dann klicke hier: „Baumgereife Früchte aus dem Sénégal„.

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Herzensgrüße

Deine Silke

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