Tomaten – Töchter der Sonne :-)

Ich bin gerade im Tomatenfieber und genieße die regionale Vielfalt dieser wundervollen Gemüsefrucht. Im Winter verzichte ich weitesgehend darauf. Die importierten Tomaten schmecken mir einfach nicht mehr, zu wässrig, zu fader Geschmack. Da kann ich mir Tomaten direkt wieder abgewöhnen. Hin und wieder kaufe ich im Winter für meinen Sohn Simon die kleinen aromatischen Cherrytomaten, sozusagen als kleiner leuchtender Lichtblick. 🙂 Und nasche auch ab und zu einige davon und erinnere mich wehmütig an die tolle Sommer- Tomatenzeit.

Tomaten - Töchter der Sonne

Herkunft der Tomate

Die Tomate stammt ursprünglich aus der Andenregion und wurde schon in Mexiko von den Azteken angebaut. Zusammen mit den Kartoffeln, dem Mais, den Chilischoten und den Süßkartoffeln kam die Tomate im frühen 16. Jh. nach Spanien. Es dauert allerdings noch zwei Jahrhunderte, bis die Europäer den Wert der Tomate als Nutzpflanze erkannten. Bis dahin wurde die Tomate lediglich als Zierpflanze betrachtet.

Inhaltsstoffe der Tomaten

Tomaten enthalten außer den zellschützenden Lykopenen (eine Art von Karoten) viel Biotin, Niazin, Folsäure, Vitamin A, C und Vitamin E. Diese leckere Gemüsefrucht ist auch reich an Kalium, Zink und Ballaststoffen. Weiterhin enthalten Tomaten,  Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Vitamin B1 und Vitamin B2.

Die Eisenmenge in der Tomate ist nicht sehr hoch, allerdings wird das Eisen von unserem Körper aufgrund des hohen Vitamin C- Gehaltes in der Tomate gut verwertet.

Die Tomate besteht zu circa 94% aus Wasser und ist ein geniales Gemüse für eine gesunde und leichte Ernährung. Das Wasser in Obst und Gemüse ist bestes strukturiertes Zellwasser und sehr wohltuend und hilfreich für unseren Körper.

Gesundheitliche Wirkungen der Tomate

Tomaten schmecken nicht nur gut und sehen gut aus, sondern haben auch einen hohen Gesundheitswert.

Wenn Du die Tomaten regelmäßig in Deinen Speiseplan integrierst, kannst Du Deinen Zellstoffwechsel fördern, die Schleimhäute im ganzen Körper schützen und kräftigen, das Gehirn und die Nerven beleben sowie Deine Zellen verjüngen und Deinen Körper beim Bau von neuem Bindegewebe helfen.

Außerdem entschlacken Tomaten den Körper, wirken entwässernd, schützen vor Arterienverkalkung und deren Folgen und sind reich an Antioxidantien, die den Körper gegen den Angriff freier Radikale schützen.

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Tomate stärken unser Immunsystem und tragen dazu bei, dass Abwehrkräfte gegen Infektionen mobilisiert werden.

Wenn Du Tomaten roh verzehrst, dann wird dein Blut alkalischer und dadurch werden Stoffwechselrückstände neutralisiert. Tomaten wirken harntreibend und unterstützen auf diese Weise die Arbeit der Nieren.

Tipp: Die Tomate enthält unter anderem die Aminosäure Tyrosin. Je reifer die Tomate ist, detso mehr Tyramin entwickelt sich aus Tyrosin. Dieses Tyramin ist ein Abbaustoff, der stimmungsaufhellend wirkt und Deinen Blutzuckerspiegel anhebt.

Ich liebe es fast überreife Tomaten roh zu essen, sie lassen mich springen und tanzen! 🙂

Die Tomate, das solltest Du wissen, ist kein Allheilmittel. Sie hat viele positive gesundheitliche Wirkung, kann aber im ernsten Fall keine Medikamente ersetzen. Am besten wirken Tomaten in Kombination mit vielen anderen frischen nährstoffreichen unverarbeiteten Lebensmitteln und tragen dazu bei, dass wir uns gesünder und wohler fühlen können.

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Tomaten roh oder gekocht genießen?

Die in den Tomaten befindliche Radikalfänger Lykopene befinden sich in den Zellwänden. Erst bei Erhitzung spalten sich die Zellwände auf und geben die Lykopene frei und sind somit für unseren Körper besser verfügbar. Im rohen Zustand liegen die Lykopene in einem gebundenen Zustand vor und können vom Körper schlechter verwertet werden. Die Lykopene sind hitzebeständig, andere hitzeempfindliche Vitamine werden dagegen zerstört.

Ich persönlich mag keine erhitzten Tomaten, meine Kinder auch nicht. Sie gehören wahrscheinlich zu den wenigen Kindern die Nudeln mit erhitzter Tomatensauce nicht ausstehen können. Wir essen nach wie vor die Tomaten am liebsten roh. Wer auf die Wirkung der Lykopene nicht verzichten möchte, nimmt einfach Tomaten roh und in gekochter Form zu sich.

Ochsenherztomaten – meine Favoriten

Am liebsten mag ich die Ochsenherztomaten. Sie sind wunderbar aromatisch und würzig. Ich finde sie gehören geschmacklich zu einer der besten Tomatensorten. Du erkennst sie an der herzförmigen Gestalt mit kleinen Einkerbungen. Die einzelne Tomate kann recht groß und schwer werden. Leider ist sie im Handel eher selten zu finden, da ihre Haltbarkeit nur kurz ist und sie sehr empfindlich auf längere Transportwege reagiert. Ich finde diese tolle Tomatensorte bei uns auf dem Wochenmarkt an regionalen Bauernständen oder in unseren Bioläden von regionalen Biobauern.

Ochsenherztomaten

Meine liebsten Tomatenrezepte

  • Ich liebe den Geschmack der Tomaten und esse sie am liebsten pur.
  • Die Kombination Tomate, Avocado und Rucola gehört zu meinen Lieblingskombinationen, sehr genial auch mit angekeimten Sonnenblumenkernen.
  • Wenn ich viele reife Tomaten übrig habe, mixe ich einfach reife Tomaten mit roter Paprika, etwas Stangensellerie, einem kleinen Stück frischen Kurkuma und getrockneten Kräutern, lasse Leinsamen darin quellen und dörre diese Masse zu meinen Lieblingscrackern.
  • Von sehr großen Tomaten den oberen Teil (1/4) abschneiden und das Fruchtfleisch entfernen, dieses mit einer Avocadocreme aus etwas Zitronensaft, klein geschnittenen Champignons, frischen Kräutern, etwas klein geschnittener Frühlingszwiebel und eventuell etwas Salz vermischen und wieder in die Tomaten füllen.

Bist Du auch gerade im Tomatenfieber? Welche Tomatensorte magst Du am liebsten? Was ist Dein Lieblingsrezept mit Tomaten? Teile es gern als Kommentar unter diesem Artikel mit uns!

Herzensgrüße

Deine Silke

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2 Gedanken zu “Tomaten – Töchter der Sonne :-)

  1. Liebe Silke,

    Ein wirklich schöner und informativer Artikel
    Ich liebe Tomaten, bei mir gibt es kaum ein Tag ohne, besonders in letzter Zeit. Ich esse sie gerne pur oder im Salat oder als rohe Sauce zu zucchinispaghetti oder auch zu zucchini-carpaccio … Es gibt so viel Möglichkeiten.

    Einige essen ja keine Tomaten da sie Nachtschattengewächse sind, was meinst du dazu?

    Viele Grüße , Jen

    • Liebe Jen, danke für Deinen lieben Kommentar! Freut mich sehr zu lesen. Der Thematik Nachtschattengewächse wollte ich mich auch mal widmen. Es gibt Menschen, denen es tatsächlich besser geht, wenn sie auf Tomaten (Nachtschattengewächse) verzichten. Einer Leserin, die Tomaten wirklich liebt, ist von ihrem Artz geraten worden, auf Tomaten zu verzichten, damit ihr Rheuma nicht zu stark zum Ausbruch kommt. Verzichtet sie auf Tomaten geht es ihr tatsächlich besser. Vor vielen Jahren kannte ich mal eine Gruppe Veganer, die zum Teil in Slowenien wohnten, die kategorisch alle Nachtschattengewächse aus gesundheitlichen Gründen ablehnten. ALso schon damals hat mich das zum Grübeln gebracht. Allerdings kann ich bei mir keinen gesundheitlichen Nachteil entdecken, wenn ich Tomaten essen. Ich esse die meiste Zeit im Jahr sowieso kaum Tomaten, da ich regionale Tomaten bevorzuge. Esse ich im Sommer verstärkt Tomaten fallen mir keine körperlichen Symptome auf. Ich beobachte einfach mal weiter.
      Liebe Grüße!
      Silke

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