Diagnose ADS – wir stellen die Ernährung um

Am 19.11.2014 starteten wir ein Ernährungsexperiment! Mein 9- jähriger Sohn Simon wird vorerst für zwei bis vier Wochen auf Milchprodukte, glutenhaltige Produkte, Zucker, Hühnerei und Fertigprodukte verzichten.

Normalerweise ißt er und sein Bruder bei mir vegetarisch, meistens vegan und so roh wie möglich. In der Schule, bei Freunden und anderen Familienmitgliedern essen sie alles was sie wollen.

Bislang hatte ich mich mit dieser Vorgehensweise arrangiert. Doch jetzt ist ein Grund eingetreten, der dafür spricht, dass Simon auch außerhalb unseres Haushaltes auf bestimmte Lebensmittel verzichtet.

Diese Herausforderung ist nicht nur für Simon groß, sondern auch für unser Umfeld. Wir geben der Familie und Freunden Zeit, sich auf diese Neuerung einzustellen und begeistern hin und wieder mit selbstgemachten roh-veganen Köstlichkeiten. 🙂

Obstmahlzeit

Wieso starten wir ein Ernährungsexperiment?

Bei meinem Sohn wurde ADS diagnostiziert.

Gibt es das überhaupt?

Nicht dass ich irgendetwas darauf geben würde. Probleme gibt es meistens nur in der Schule (Aufmerksamkeitsschwäche und Verzweiflung, sich nicht selbst organisieren zu können u. a.), nicht bei uns zu Hause.

Ich stelle nicht mein Kind in Frage, sondern das System, in dem es sich bilden lassen muss.

Ein lieber, kreativer und phantasievoller Junge, der dem Leistungsdruck nicht gewachsen ist. Ich spüre seine Verzweiflung in der Schule nicht mithalten zu können. Oft bricht er in Tränen aus vor Überforderung.

Ich sehe in ihm einen Vogel, der in einem Käfig gehalten wird, unmöglich seine Flügel voll auszubreiten und zu fliegen.

Alles was ich tun kann ist Schadensbegrenzung zu betreiben, ihn bestärken und motivieren. Unser Experiment ist ein Versuch seine Konzentrationsfähigkeit zu stärken.

Welche Lebensmittel können ADS- Symptome auslösen?

Die typisch westliche Ernährung enthält einige Bestandteile, die ADS- Symptome auslösen können. Nicht nur ein Mangel an essentiellen Nährstoffen, sondern auch bestimmte Nahrungsmittel können sich negativ auswirken.

Bei mehr als 60% der heutigen AD(H)S Kinder kann ein nahrungsmittelinduziertes AD(H)S vorliegen. Und wir testen das jetzt aus.

Folgende Nahrungsmittel lösten in Studien nach Weglassen und dann wieder Einführen AD(H)S Symptome aus: Farb- und Konservierungsstoffe, Kuhmilch, Milchschokolade, Weizen, Orangen, Kuhkäse und Hühnereiweiß.

Interessanter Weise wird auf Zucker in diesen Studien nicht explizit hingewiesen, obwohl andere Studien ganz klar belegen, dass weißer Industriezucker Kinder unruhig und hyperaktiv macht.

Wir bestellen das Schulessen ab

Vom Schulessen war ich von Anfang an nicht sehr begeistert.  Simon beklagte sich öfters über das Essen und meinte daß vor allem das Gemüse zu weich gekocht sei. Vorher besuchte er einen Waldkindergarten und war mit frisch gekochtem, fast regionalem und zum größten Teil vegetarischem Essen verwöhnt.

Ich bin überhaupt kein Fan von Großküchen und der Meinung, dass gerade Kinder im Wachstum hochwertige Nahrung benötigen, frische vitalstoffreiche Kost, wenn möglich aus biologischem Anbau. Am ersten Tag konnten wir unser Vorhaben nicht zu 100% umsetzen. Das Schulessen war für noch aktiviert und ließ sich nicht mehr abbestellen.

Auf dem Speiseplan stand: gefüllte Nudeln mit Käsesauce.

Also genau die neolithischen Nahrungsmittel (Weizen, Milchprodukte), die Auslöser für AD(H)S sein können. Neolithikum bedeutet Jungsteinzeit und ist gekennzeichnet durch den Beginn der Landwirtschaft und der Viehzucht.

FROHkost

Was kann ein Schulkind dann noch essen?

Es gibt noch genügend Möglichkeiten ein Kind ohne glutenhaltiges Getreide, Zucker und Milchprodukte zu versorgen. Der Fokus liegt defintiv auf frischem Obst und Gemüse, Sprossen, Wildkräuter und Kulturgrün. Im Handel, vor allem in Bioläden, gibt es einige Firmen die glutenfreie Getreideprodukte wie Brot, Nudeln, Kekse und Müsli anbieten.

Ich bereite viele Speisen frisch zu, greife allerdings hin und wieder auf glutenfreie Produkte wie Nudeln auf Buchweizen- oder Reisbasis zurück.

Nudelgerichte sind bei fast allen Kindern beliebt, so auch bei meinem Ältesten. Ich variiere die gekochten Abendmahlzeiten und gestalte eine abwechslungsreiche glutenfreie Mischung aus Hirse, Buchweizen, Vollkornreis, Wildreis, Quinoa, Kartoffeln und Polenta (Mais). Dazu gibt es gedünstetes Gemüse, Rohkostgemüse oder einen Salat.

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Wie sieht so ein Ernährungsplan für einen Tag aus?

Du bekommst hier für zwei Tage Inspirationen wie Du eine vitalstoffreiche Ernährung abwechslungsreich gestalten kannst.

Frühstück zu Hause

  • Cherimoya und ein grüner Smoothie aus Spinat, Brennnesselpulver, Bananen und Orangen (links)
  • Feigen und ein grüner Smoothie aus Postilein, Grünkohl, Bananen und Birnen

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 Zweites Frühstück für die Schule

  • Buchweizencracker, wilde Erdnüsse, Tomaten, Champignons, Postilein, Süßkartoffel, Wurzelpetersilie, Alfalfasprossen (links)
  • Buchweizenbrot, Paranüsse, Belugalinsenkeimlinge, Mungbohnenkeimlinge, Gurke, Kohlrabi, Möhre und Süßkartoffel

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Mittagessen

  • Chiamilchreis aus selbstgemachter Mandelmilch, Chiasamen, Hanfmehl, Datteln, Vanille, Zimt, Apfeldicksaft und einer Banane (links)
  • Chia- Schokopudding aus selbstgemachter Mandelmilch, Chiasamen, Roh- Carob, Roh- Kakao, Datteln, Macadamianüsse und Vanille, verfeinert mit Mandelpüree

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Nachmittagsnack

  • Clementine, Litschi, Apfelbanane und Carobfruchtleder (links)
  • Apfel, Schoko- und Himbeerfruchtleder

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Abendmahl

  • weiß/ brauner gekochter Quinoa, Möhren, Macadamianüsse und Salat mit Feldsalat, Postilein, asiatischer Mixsalat, kleine Tomaten, Alfalfasprossen, Mungbohnensprossen, Olivenöl, Meersalz (links)
  • gekochter Wildreis, Möhren, Wurzelpetersilie, Süßkartoffel, Gurke, Gojibeeren, Postilein, Belugalinsensprossen

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Was für zwischendurch

  • Bananeneis + Carobeis mit Maulbeeren und Carob bestäubt
  • Chicoreesalat mit geriebenen Äpfeln, Orangenstücken und Rosinen

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Wie hängt Gluten mit ADHS zusammen?
Was passiert im Darm, wenn man Gluten isst?
Wie diagnostiziert man Zöliakie?
Was ist der Unterschied zwischen Zöliakie und Glutenunverträglichkeit?
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Wenn Dir der Artikel gefallen hat, teile ihn gern mit Deinen Freunden. Konnte ich Dir mit den rohköstlichen Inspirationen weiterhelfen? Hast Du auch schon mal ein Ernährungsexperiment gestartet? Dann teile Deine Erfahrung hier als Kommentar.

Ich wünsche Dir fROHes Experimentieren!

Sonnige Grüße

Silke

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15 Kommentare zu “Diagnose ADS – wir stellen die Ernährung um

  1. hallo silke, ich habe einen 17 Monate alten Sohn und ich versuche ihn möglichst roh und vegan zu ernähren und habe bis jetzt gute Erfahrungen gemacht. einmal am tag essen wir warm und ab und an isst er fisch, ansonsten ausschliesslich vegan. ich merke auch wie gut ihm die frische kost tut und er sich instinktiv meistens immer das unverarbeitete Lebensmittel raussucht. danke für deinen Artikel und die Inspiration für die verschiedene Mahlzeiten.

    viele grüße

  2. Hallo liebe Silke, nur Mut^^ Es gibt bereits einige positive Berichte über solche „Experimente“.
    Selbst früher als es noch keine „Studien“ dazu gab, wurde oft für einen bestimmten Zeitraum (z.B. über zwei Jahre) komplett auf sämtliche tierische Produkte (explizit tierische Eiweisse) verzichtet.
    Dies auch ohne grosses Tam-Tam und wahrscheinlich weniger schmackhaft als heute. Dennoch gab es bereits damals einige „Alternativen“: Eines meiner Lieblingsprodukte (und besonders beliebt bei Mitschülern) waren Honigwaffeln. Also einfach was optisch ganz „normales“ (sehen ja aus wie die Kinderschockowaffelkake, eifach noch leckerer). Somit empfehle ich eher diesen Weg (über Produkte die optisch ansprechbar und noch schmackhafter sind) an Kinder ranzugehen^^lg

    Dann noch eine Interessensfrage meinerseits: von welchen Studien ist hier die Rede?
    „interessanter Weise wird auf Zucker in diesen Studien nicht explizit hingewiesen“
    Wäre froh um Links um mich hier wen wenig upzudaten.thx^^lg

    • Herzlichen Dank für den wertvollen Kommentar. Ich habe unter anderem in dem Buch „Paläopower“ über die ADS Problematik gelesen. Die Autorin Sabine Paul behandelt in ihrem Buch diese Thematik ausführlich und berichtet von verschiedenen Studien. Als Quellenangabe für diesen Komplex hat sie auf über 100 Titel hingewiesen.Ich fuchse mich da noch mal durch und recherchiere noch ein bisschen weiter. Und werde bei Gelegenheit Links repräsentieren. 🙂 lg

  3. Liebe Silke,
    mein Sohn Simon (;-) ist schon erwachsen, aber er war ein von Beginn an ein Kind, das Sachen gemacht hat, die ich von meinen anderen Kindern so nicht kannte. Beispiel: er (etwa 8 Monate alt) wacht im Garten nach dem Mittagschlaf in seinem Kinderwagen auf, brabbelt ein bisschen, ist noch mit sich beschäftigt, ich hänge in Sichtweite Wäsche auf und ab und was passiert: er bringt seinen Wagen so ins Schwingen, dass dieser umkippt! Nie vorher bei enem anderen Baby erlebt!
    Oder: wir gehen an den Strand, es ist noch deutlich kühl, niemand, der badet, ist zu sehen. Simon rennt geradewegs ins Wasser, wir können ihn bis zum Nabel nass, wieder heraus“retten“. Den Rest des Ausflugs ist er nur knapp bekleidet (die nassen Sachen ausgezogen, grade mal eine Wechsel(stoff)windel war noch zur Hand und eine neue Jacke – aber er erkältete sich nicht!
    Oder: im Zoo klettert er einfach über die nicht so hohe Absperrung der Enten und anderen Wasservögel und rennt dann fröhlich den Tieren hinterher, die natürlich weglaufen oder -fliegen.
    Oder, oder oder.
    Wir haben damals (Simon wurde 1989 geboren) vegetarisch gelebt, mit durchaus oft Salaten und Frischkost, aber auch Brot, Zucker, Gebackenem, Gekochtem usw. Von Rohkost hatte ich noch nie gehört. Wir lebten ländlich und hatten Glück mit dem Kindergarten, der ein wirklicher Garten war und wo das Essen immerhin frisch zubereitet wurde und nicht herbeigecaterert.
    In der Grundschule hatte er Glück: eine junge, aufgeschlossene, liebe Klassenlehrerin. Und bei allen Schwierigkeiten mit den Schultechniken war Simon doch immer ein freundlicher, anderen sehr zugewandter, hilfsbereiter und beliebter Junge. Sein „Glück“ war aber, so merkwürdig das klingen mag, der lange und beschwerliche Schulweg. Jeweils anderthalb Kilometer zu Fuß, später mit dem Rad hin und zurück waren zu bewältigen. Das hat ihn physisch täglich gefordert und „runter“ gebracht, das Hibbelige war weniger, wenn er gut ausgepowert war. Nachmittags gab’s auch oft noch Gänge mit dem Hund oder Rennen mit anderen Kindern im Garten.
    Heute würde ich es auch so wie du zusätzlich über die Ernährung versuchen bzw. wäre bei uns zu Hause ja inzwischen rohes Essen angesagt 🙂 Damals waren wir schon als Vegetarier sehr seltsame und belächelte Wesen. Na wenn schon.
    Ich drücke dir und deinem Simon (und seinem Bruder natürlich auch) alle Daumen.
    Die Kinder sind okay – so ein Lied gab es früher mal zu hören. Das dürfen wir nie vergessen. Liebe Grüße Sabinbe

    • Liebe Sabine, ganz lieben Dank für deinen bereichernden Kommentar! Es tat so gut deine Erfahrungen mit Deinem Sohn damals zu lesen. Danke für Deine Worte! Liebe Grüße. Silke

  4. Liebe Silke,
    mein Sohn Simon (;-) ist schon erwachsen, aber er war ein von Beginn an ein Kind, das Sachen gemacht hat, die ich von meinen anderen Kindern so nicht kannte. Beispiel: er (etwa 8 Monate alt) wacht im Garten nach dem Mittagschlaf in seinem Kinderwagen auf, brabbelt ein bisschen, ist noch mit sich beschäftigt, ich hänge in Sichtweite Wäsche auf und ab und was passiert: er bringt seinen Wagen so ins Schwingen, dass dieser umkippt! Nie vorher bei enem anderen Baby erlebt!
    Oder: wir gehen an den Strand, es ist noch deutlich kühl, niemand, der badet, ist zu sehen. Simon rennt geradewegs ins Wasser, wir können ihn bis zum Nabel nass, wieder heraus“retten“. Den Rest des Ausflugs ist er nur knapp bekleidet (die nassen Sachen ausgezogen, grade mal eine Wechsel(stoff)windel war noch zur Hand und eine neue Jacke – aber er erkältete sich nicht!
    Oder: im Zoo klettert er einfach über die nicht so hohe Absperrung der Enten und anderen Wasservögel und rennt dann fröhlich den Tieren hinterher, die natürlich weglaufen oder -fliegen.
    Oder, oder oder.
    Wir haben damals (Simon wurde 1989 geboren) vegetarisch gelebt, mit durchaus oft Salaten und Frischkost, aber auch Brot, Zucker, Gebackenem, Gekochtem usw. Von Rohkost hatte ich noch nie gehört. Wir lebten ländlich und hatten Glück mit dem Kindergarten, der ein wirklicher Garten war und wo das Essen immerhin frisch zubereitet wurde und nicht herbeigecaterert.
    In der Grundschule hatte er Glück: eine junge, aufgeschlossene, liebe Klassenlehrerin. Und bei allen Schwierigkeiten mit den Schultechniken war Simon doch immer ein freundlicher, anderen sehr zugewandter, hilfsbereiter und beliebter Junge. Sein „Glück“ war aber, so merkwürdig das klingen mag, der lange und beschwerliche Schulweg. Jeweils anderthalb Kilometer zu Fuß, später mit dem Rad hin und zurück waren zu bewältigen. Das hat ihn physisch täglich gefordert und „runter“ gebracht, das Hibbelige war weniger, wenn er gut ausgepowert war. Nachmittags gab’s auch oft noch Gänge mit dem Hund oder Rennen mit anderen Kindern im Garten.
    Heute würde ich es auch so wie du zusätzlich über die Ernährung versuchen bzw. wäre bei uns zu Hause ja inzwischen rohes Essen angesagt 🙂 Damals waren wir schon als Vegetarier sehr seltsame und belächelte Wesen. Na wenn schon.
    Ich drücke dir und deinem Simon (und seinem Bruder natürlich auch) alle Daumen.
    Die Kinder sind okay – so ein Lied gab es früher mal zu hören. Das dürfen wir nie vergessen. Liebe Grüße Sabine

  5. Letzte Woche bekamen wir die ADS Diagnose. Die Ärzte versuchen mich zu überreden mein Kind (8 J.) mit Methylphenidat zu behandeln, was ich nur im allerschlimmsten Notfall machen würde. Klar er könnte „schneller“ lernen, würde in der Schule nicht sooft anecken. Aber das Risiko der Nebenwirkungen ist mir dann doch zu hoch. Mittlerweile bin ich mir sicher das ich (die Chaosqueen) selbst auch ADS habe.
    Über Elpos (eine Selbsthilfegruppe für ADS in der Schweiz) kam ich dann auf die Nahrungsumstellung . Morgens Eiweis zb aus Ei oder Fisch, wenig bzw kein Brot, Obst erst Mittags, keine Milch da diese den Bewegungsdrang erhöht, morgens Wasser mit einem Spritzer Zitrone um die Verdauung anzuregen…
    Ich bin so froh endlich mehr Anhaltspunkte gefunden zu haben. Und hoffe hier noch weitere Anregungen zu finden.
    Danke für diesen tollen Blog

  6. Liebe Silke, ein super Artikel. Das meiste war mir schon bekannt, aber nicht alles. Bin auch ganz deiner Meinung mit der Schule und finde den Vergleich mit Vogel sehr gut.
    Machst dir sehr viel Mühe mit deinen Mahlzeiten, sind auch sehr liebevoll angerichtet. Vieles davon kenne ich gar nicht bzw.hab ich noch nie gegessen, ich komme mal zu probieren :o)
    Alles Gute für dich und deine Familie
    Yvonne

    • Liebe Yvonne,

      herzlichen Dank für Dein Feedback! Das freut mich sehr! Ich möchte gern andere Eltern ermutigen mit ihren Kindern, gerade auch bei einer ADS Diagnose, andere Wege zu gehen.Ich liebe es für meinen Sohn die Speisen liebevoll anzurichten und ihm eine bunte Vielfalt zu bieten. Ja, sag Bescheid, wenn Du in Leipzig bist, dann bauen wir für dich ein Probierbuffet auf 🙂

      Liebe Grüße
      Silke

  7. Liebe Silke!

    Ich finde es Super das du dich nicht vom System beirren lässt.
    AD(H)S Diagnosen werden sehr schnell gestellt und auch oftmals hinterfragt.
    In meinem Alltag als Pädagogin bekomme ich es oft mit ,,AD(H)S´lern“ zu tun, die gar keine sind bzw. die einfach auf dieses Gleis geschoben worden sind. Es ist nicht verwunderlich, dass wenn man seinen Kindern morgens schon Schokomuffins füttert diese schon nach ein paar Minuten auf 180 sind. Und in der Einrichtung dann nicht Frühstücken wollen, da das dort gebotene Essen NICHT süß ist. Blödsinn: Es gibt immer 3-4 Sorten Obst, ebenfalls div. Gemüse. Selbstgekochte Marmelade wird ebenfalls angeboten. Nun gut wir sind keine Vegetarier, es gibt Wurst und Käse. Aber nicht mal das kann viele nicht begeistern. Denn der Zucker in den industriell hergestellten ,,Lebens“-mitteln hat ihre Geschmacksnerven süchtig gemacht.

    Ich bin schwer beeindruckt wie konsequent du bist, auch wenn ich mit dem veganen/rohem Lebensstil nicht komplett leben könnte( bzw. können schon nur wollen nicht ;)) Ich werde den Blog weiterhin verfolgen!

    Tante Vanja

    • Hallo liebe Tante Vanja,

      herzlichen Dank für Deinen wertvollen Kommentar! Danke für Deine Sichtweise. Wirklich super, dass sich mal eine Pädagogin zu Wort meldet.
      Liebe Grüße
      Silke

  8. Hallo liebe Silke,

    mein Name ist Anne und ich bin derzeit 18 Jahre alt. Deine Artikel inspirieren mich ungemein! Meine Familie lebt leider ganz in der Falle der industriell gefertigten Produkte. Da herrscht volles Programm : Fertiggerichte, Viel Zucker, viel zu viel Fleisch und und und.
    Ich will das aber so nicht mehr. Ich möchte meine Ernährung umstellen und finde das Rohvegane sehr interessant. Es wird aber ein harter Weg, da mir jeden Tag Süßigkeiten und andere Verlockungen vor der Nase stehen. Ich habe also versucht gesünder zu essen, was mir auch gut tut. Leider esse ich viel zu wenig. Da mir ein wenig die Rezepte fehlen. Aber erst heute habe ich mir einige Rezepte rausgesucht, für die die Zutaten immer zuhause stehen in Zukunft. Deine Beiträge haben mir da sehr geholfen. Mit diesen Rezepten möchte ich mich erstmal ungewöhnen um dann noch mehr zu wagen. Meine Mutter steht vollkommen auf meiner Seite und heißt das auch willkommen. Obwohl es noch ein langer Weg werden wird, möchte ich es unbedingt schaffen. Meine Gesundheit ist mir sehr wichtig.
    Danke also für diese motivierenden Beiträge!
    Es ist ein großes Geschenk, dass du das mit uns teilst.
    Liebe Grüße,
    Anne

    • Liebe Anne,

      ganz herzlichen Dank für Dein liebes Feedback. Toll, dass Du Deine Ernährung verbessern möchtest und Deine Mutter Dich unterstützt. Stelle die Ernährung Stück für Stück um und lass Dir Zeit. Wenn Du doch mal Süßes ist oder irgend einer anderen ungesunden Speise nicht widerstehen kannst, dann genieße sie und fühle Dich nicht schlecht. Setze Dein Focus auf gesunde frische Kost, aber gehe nicht zu dogmatisch vor. Du wirst sehen, dass Du mit der Zeit besser mit Süchten und Verlockungen umgehen kannst. Such Dir auch Gleichgesinnte oder tausche Dich im Netz mit Menschen aus. Das hilft auch ungemein. Wenn Du immer ein paar gesunde Basics zu Hause hast und Dir gesunde Speisen zaubern kannst, wird Dir das auch sehr gut weiterhelfen.

      Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute auf Deinem Weg.
      Herzliche Grüße
      Silke

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