Lavaerde und Kokosöl für Haut und Haare

Lavaerde

Einmal die Woche gehe ich in mein gefließtes Kämmerlein und matsche schön mit Lavaerde herum! 🙂 Lavaerde ist ein ganz natürliches Produkt, mit dem Du nicht nur Deinen Haare, sondern auch Deine Haut reinigen kannst.

Bis vor zwei Jahren habe ich für meine Haare das Ghassoul Shampoo von Urte Kram (gibt es in Bioläden) mit wenigen Inhaltsstoffen verwendet. Viele Jahre war ich damit sehr zufrieden, wollte es aber noch einen Tick natürlicher haben. Mit Lavaerde hatte ich schon länger geliebäugelt, scheiterte allerdings bei dem einen oder anderen Versuch, weil meine Haare nach dem Waschen mit Lavaerde immer noch etwas fettig wirkten.

Während meiner Saftfastenkur im März 2014 dachte ich mir, ich starte noch mal einen Versuch. Und tatsächlich klappte es diesmal und ich bekam den Dreh herraus, wie ich mir die Haare optimal mit Lavaerde reinigen kann.

Lavaerde, Wascherde, ist eine nordafrikanische Tonerde und hat nichts mit Lava zu tun. Das sind natürliche Tonmineralien, die schon seit der Antike zum Waschen und der Reinigung des Körpers verwendet wurden. Lava kommt von lavare (lateinisch) und bedeutet einfach waschen.

Lavaerde ist sehr hautverträglich und reizfrei. Sie greift den Säureschutzmantel der Haare sowie die Talgdrüsen der Haut nicht an.

Anrühren einer Lavaerdepaste

Die Lavaerde wird mit Wasser zu einer Paste verrührt. Die Partikel in der Paste quellen auf und haben eine sehr hohe Austauschkapazität. Die Paste hat somit die Fähigkeit Schmutzpartikel und überschüssiges Fett aufzusaugen und dann wird alles mit Wasser wieder aus den Haaren gespült.

  • 4 EL Lavaerde
  • 10 bis 12 EL Wasser (füge eventuell noch etwas Wasser hinzu,wenn Dir die Paste zu dick erscheint)

Verrühre beides miteinander und lasse es noch ein bisschen quellen. Oder lasse das Ganze so stehen, dann saugt sich die Erde mit Wasser voll und nach ein paar Minuten hast Du eine Paste, die Du umrühren kannst.

Lavaerde Paste

Nimm etwas von der Paste und beginne den Haaransatz damit zu bedecken. Am besten die ersten 10 bis 15 cm, damit die Haare nach dem Auswaschen und Trocknen nicht strähnig wirken. Du sieht ja vorher, wo die Haare etwas fettig sind. Auf diese Weise können die Partikel der Tonerde das Fett gut aufsaugen. Für mich hat sich eine Einwirkzeit von circa 5 Minuten bewährt. Spüle anschließend die Paste gründlich aus Deinem Haar.

Tipp: Manchmal reibe ich mir ein bisschen der Paste ins Gesicht, lasse sie kurz einwirken und spüle dann alles aus dem Haar und vom Gesicht. So habe ich gleich noch ein sanftes Peeling für meine Haut.

Lavaerde auf Gesicht und Haar

Mit der Lavaerdepaste kannst Du auch Deine Haut reinigen, zum Beispiel beim Duschen. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn Du Dich damit einreibst, es wirkt wie ein sanftes Peeling. Es werden dabei alte Hautpartikel abgerieben und die Haut fühlt sich danach wunderbar weich an.

Einmal die Woche bereite ich mir für meine Haarwäsche eine Lavaerdepaste zu, den Rest fülle ich in ein Glas mit Deckel und verwende es nach Belieben zum Duschen oder waschen.

Wozu eine saure Rinse für die Haare verwenden?

Laverde ist eine Erde und kann kalkhaltig sein. Um den Kalk in der Lavaerde zu neutralisieren, kannst Du die Rückstände mit einer sauren Rinse ausspülen.

  • 1 Liter kaltes Wasser
  • 1 EL Apfelessig

Einfach die Haare nach dem Ausspülen der Lavaerde mit dem Apfelessig- Wasser übergießen, die Haare etwas ausdrücken und dann trocknen lassen.

Übrigens lasse ich meine Haare immer an der Luft trocknen und bürste sie auch nur im trockenen Zustand, um die Haarstruktur zu schonen.

Das kalte Wasser der Spülung bewirkt, dass die Schuppenschicht der Kopfhaut sich schließt. Das Apfelessig bewirkt, dass die Haare glänzen und nicht brechen oder spröde werden.

Mittlerweile verwende ich 2 bis 3 EL Apfelessig pro 1 Liter. Also mit wenig anfangen und dann auf 2 bis 3 EL Apfelessig steigern.

Lavaerde als Trockenshampoo

Wenn Du merkst, dass Deine Haare etwas fettig sind und Du keine Zeit zum Haare zu waschen hast, kannst Du die Lavaerde auch als eine Art Trockenshampoo verwenden. Massiere ein bisschen Lavaerdepulver in den Ansatz, lasse es kurz einwirken und bürste es wieder aus. Das Ergebnis ist akzeptabel und in bestimmten Situationen ausreichend.

Vorteile und Nachteil von Lavaerde

Ghassoul Lavaerde ist 100% umweltverträglich. Sie enthält keine Tenside und keine chemischen Substanzen, die das Wasser belasten können. Ein Nachteil: Die Lavaerde wird aus Nordafrika hierher transportiert.

Noch natürlicher im Badesee

Ich habe gelesen, dass man sich auch beim Baden in einem Natursee, mit dem am Boden befindlichen Lehm oder Ton prima die Haare waschen kann. Einfach von unten eine Handvoll Lehm hochholen, sich auf die Haare verteilen, einwirken lassen und wieder ausspülen. Für den Sommer auf jeden Fall ein super Experiment.

Welche Lavaerde verwende ich?

Am Anfang experimentierte ich mit der Lavaerde von Logona (300g) und dieser Lavaerde (1kg). Später habe ich eine günstige Lavaerde bei Orkos endeckt. Mit allen 3 Sorten war ich sehr zufrieden.

Trockenbürsten der Haare

Man sagt 100mal Trockenbürsten ersetzt eine Haarwäsche. In früheren Generationen wurde eher gebürstet als gewaschen.

Ich bürste meine Haare regelmäßig, zähle allerdings nicht die Bürstenstriche nach, versuche meine Haare einfach schön sorgfältig und entspannt zu bürsten.

Durch gründliches Bürsten werden die natürlichen Öle auf der Kopfhaut im Haar verteilt und die Durchblutung der Kopfhaut wird angeregt.

Du beginnst damit am Ansatz und bürstest nach unten bis zu den Spitzen. Optimal ist es, wenn Du die Haare gegen den Strich bürstet. Du beugst Deinen Oberkörper nach vorn, fängst im Nacken an und bürstest bis runter in die Spitzen, dann gehst Du weiter über beide Ohren bis runter zu den Spitzen und dann oben am Stirnansatz, immer nach unten bürsten.

Haare trocken bürsten

Welche Haarbürste verwende ich?

Für das Trockenbürsten wird oftmals eine Bürste mit Wildschweinborsten empfohlen. Für vegan lebende Menschen kommt das nicht in Frage. Es gibt zum Beispiel in größeren Bioläden Trockenbürsten aus pflanzlichen Borsten (aus Sisal). Damit kannst Du auch wunderbar Deine Haare bürsten.

Schöne und gesunde Haare

Wenn Du Dir jahrelang mit konventionellem Shampoo die Haare gewaschen hast, wirst Du bei der Umstellung auf Lavaerde womöglich mit dem Waschergebnis und den Haaren nicht zufrieden sein. Die Haare und die Kopfhaut müssen sich erst einmal auf die neue Pflege einstellen.

Verwende für schöne Haare am besten natürliche Pflegemittel. Die Ernährung und die Darmgesundheit spielen dabei auch eine wichtige Rolle. Wenn Du unter extrem fettigem Haar, trockenem schuppigem Haar oder Hautekzemen leidest, hängt das oft mit der Darmgesundheit zusammen.

Mit Fasten und einer oder mehreren Darmreinigungen, in Kombination mit natürlicher Haarwäsche, geben sich diese Probleme in den meisten Fällen.

Natürliche vegane Haarwaschseifen

Wer sich mit Lavaerde überhaupt nicht anfreunden kann, dem empfehle ich Haarwaschseifen. In der Rauch`s Seifenmanufaktur werden ökologische Seifen hergestellt, sie sind vegan und handgemacht. Zum Beispiel ist die Olivenölseife für trockene Haare und auch zur Körperpflege geeignet. Ich wasche meinen Kindern abwechselnd mit Olivenölseife und Wasser die Haare. Die Haare sind nach der Wäsche wunderbar weich, weder rau noch spröde. Auf alle Fälle auch eine gute Alternative zu Shampoos in Plastikflaschen.

Kennst du meinen Newsletter schon?

Kokosöl

Wenn die Haare sich ein bisschen trocken anfühlen, kannst Du auch etwas Kokosöl nehmen, zwischen den Händen zerrreiben und schön in die Haare bzw. in die Spitzen einmassieren.

Meine Haut pflege ich seit über 2 Jahren nur noch mit Kokosöl. Ich liebe den Duft und die Wirkung des Kokosöls auf Haut und Haaren.

So wirkt Kokosöl

  • feuchtigkeitsspendend
  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • hat eine entgiftende Wirkung

Mit dem Kokosöl kannst Du auch ein Ölziehen durchführen, um eine Entgiftung zu unterstützen. Zum Thema Ölziehen habe ich auch schon ein Video gemacht, klicke einfach hier.

Wenn Dir der reine Kokosölgeruch nicht so behagt, kannst Du auch das Kokosöl im Wasserbad verflüssigen und ein reines ätherisches Öl wie Zitrone, Orange oder Zedernöl hinzufügen.

Kokosöl benutze ich auch in meiner Rohkostküche. Wir stellen daraus Schokolade her oder verwenden es für andere Speisen. Wenn ich für meine beiden Jungs koche, gebe ich oft als Fettzugabe Kokosöl hinzu.

Kokosöl ist übrigens das vielseitigste Lebensmittel in meinem Haushalt und wird oft in Küche und Bad verwendet.

Welches Kokosöl verwende ich?

Seitdem ich meine Ernährung vor fast 4 Jahren auf Rohkost umgestellt habe, verwende ich das Kokosöl von Dr. Goerg. Es hat eine sehr gute Qualität, Rohkostqualität und ist somit auch für meinen Rohkostküche geeignet.

Lavaerde und Kokosöl in meinem Bad

Für Haut und Haare verwende ich nur noch Lavaerde und Kokosöl. Mehr benötige ich nicht. Das hat den Vorteil, dass ich mit sehr wenig Plastikverpackung auskomme. Bei Biopflegeprodukten (Shampoo, Duschgel, Handseife, Zahnpasta, Lippenbalsam, Peeling, Deo) fiel bei mir vor Jahren doch recht viel Plastikabfall an, den ich mit meinen natürlichen Produkten umgehe. Das Kokosöl lagert in einem Glas und die Lavaerde ist in einer Papiertüte verpackt, allerdings im Inneren auch mit einer dünnen Plastiktüte.

Lavaerde und Kokosöl im Bad

Für die Zähne verwende ich entweder ein selbstgemachtes Zahnpulver oder putze einfach mit Kokosöl oder Wasser. Hier findest Du einen Artikel mit einem leichten Zahnpasta-Rezept mit Kokosöl. Meine Kinder lieben es.

Kokosöl ersetzt Gesichtscreme, Bodylotion, Deo, Lippenbalsam, Zahnpasta und Sonnencreme

Lavaerde ersetzt Shampoo, Duschgel und Peeling

Zwei Jahre Haare waschen mit Lavaerde gehört allerdings auch einer vegangenen Ära an. Ich gehe einen Schritt weiter, momentan teste ich Roggenmehl als Haarreinigungsmittel und bin sehr überrascht, dass ich mir mit so einem günstigen Produkt die Haare reinigen kann. Ich teste in den nächsten Monaten weiter und werde darüber hier auf meinem Blog berichten.

Wenn Du Dich für meinen Minimalismus im Bad interessierst, dann klicke hier und lies meinen Artikel dazu.

Das obere Video zeigt ein update meines Experiments Haare waschen mit Lavaerde nach circa einem halben Jahr. Das folgende Video ist ein update nach über 21 Monaten.

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, teile ihn gern mit Deinen Freunden. Verwendest Du Lavaerde und Kokosöl für die Haut- und Haarpflege? Oder welche alternativen Produkte kannst Du uns empfehlen? Hinterlasse gern einen Kommentar unter diesem Artikel.

Fröhliche Grüße

Deine Silke

P.S. Du kannst dich gern für meinen Newsletter eintragen, dann erhältst Du regelmäßig frische Post. Ich informiere Dich über Neuigkeiten und Projekte. Lass dich vom Rezept des Monats inspirieren und erfahre Wissenswertes zum Wildkraut des Monats. Zögere nicht und werde Teil der LEBE ROH, GESUND UND FROH Gemeinschaft. 🙂 Verbinde Dich mit mir auf Facebook, folge meiner FB Seite Lebe roh, gesund und froh“ und abonniere meinen Youtubekanal. Dann bist Du immer auf dem neuesten Stand. 🙂

30 Kommentare zu “Lavaerde und Kokosöl für Haut und Haare

  1. Hallo Silke
    kann ich Lavaerde auch bei blonden Haaren verwenden?
    hab diesen Winter Kokosöl für meinen Ellbogen und Fersen verwendet , war echt super, hatte nicht mehr diese trockenen vom Langarmtragen:)

    • Hallo Erika,

      hast Du naturblonde Haare? Ich habe mir sagen lassen, dass Lavaerde bei gefärbten Haaren nicht so gut funktioniert, weiß aber nicht ob das generell so ist. Bei ungefärbten Haaren ist Lavaerde generell problemlos anzuwenden. Kokosöl ist toll! Ich liebe es auch für Ellenbogen, die Fersen und für die Knie

      Liebe Grüße
      Silke

    • Haha, willkommen im Club der Maskensilken! 🙂 Tolles Gefühl oder? Ich liebe das Gefühl, wenn ich die Lavaerde wieder abwasche. Die Haut fühlt sich so schön weich an.

      Liebe Grüße
      Silke

  2. Vielen Dank für diesen interessanten Bericht. Ich hoffe, zukünftig noch viele Artikel per Newsletter zu erhalten.

  3. Liebe Silke, ich schaue gerade in den Katalog von Oikos, welche Lavaerde kannst du da empfehlen oder hast du so ausprobiert? Ich sehe da gibt es Ghassul fein oder grob (das ist doch auch Lavaerde oder?) und Tonerde fein, grob, weiss, rot, gelb. Kennst du dich mit all den verschiedenen Sorten einbisschen aus? Danke für deine Info! LG Yvonne

    • Hallo Yvonne,

      ich verwende meistens von Orkos die feine Ghassulerde. Die grobe Variante habe ich auch schon probiert, mir ist die feinere Variante lieber. Mit den Tonerden habe ich noch keine Erfahrung.

      Liebe Grüße
      Silke

  4. Hallo liebe Silke,
    ich habe mich auch sehr gefreut den Artikel per Newsletter zu bekommen.
    Ich habe auch schon mit Lavaerde experimentiert, habe aber die Paste nie so schön fest hinbekommen wie Deine aussieht. Bei mir war das immer eine riesen Sauerei und ich konnte mich deshalb nicht so anfreunden.
    Leider leide ich unter furchtbar juckender und schuppiger Kopfhaut (und ja, meinem Darm gehts nicht so gut- ich bin aber dran! 🙂 ) und bin deshalb schon auf Seife und auch Natron umgestiegen- die Lavaerdevariante wäre immer aber immer noch lieber.

    • Hallo Claudia,

      lieben Dank für Deinen Kommentar! Ich lasse das Lavaerdepulver auch erstmal das Wasser aufsaugen und dann rühre ich um. Massiere mal vor dem Haarewaschen (am besten ein paar Stunden vorher oder über Nacht) etwas Kokosöl in Deine Kopfhaut. Das kann auch gegen Jucken und Schuppen helfen.

      Liebe Grüße
      Silke

  5. Hey liebe Silke,
    jetzt geht die Schönheitsoffensive los. Prima Artikel.
    Deinem Satz „Kokosöl ersetzt Gesichtscreme, Bodylotion, Deo, Lippenbalsam, Zahnpasta und Sonnencreme“ kann ich nur zustimmen.
    Unsere Badezimmerregale sind total leer – bis auf ein Glas Kokosöl. Ich verwende es auch zum Abschminken.
    Bei den Haaren warte ich noch bis die blonden Strähnchen raus gewachsen sind und dann geht es ran an den Lavaerde oder Roggenmehl als Shampoo. Mal schauen. LG Antje

    • Hallo liebe Antje,

      freu mich, dass Dir mein Artikel gefallen hat. Schön zu lesen, dass Du auch so ein Kokosöljunkie bist wie ich. 🙂

      Liebe Grüße
      Silke

  6. Hallo Silke.
    Danke für deinen Bericht! Ich erfreue mich über weitere Post von dir.
    Den Artikel fand ich ganz interessant. Ich habe mir sogar zurzeit mal die Haare mit dem Sud aus waschnüssen gewaschen, war aber sehr unzufrieden damit (übrigens auch punkto Wäsche waschen)…
    Na ja, auf jeden Fall bin ich immer offen dafür neues auszuprobieren mit dem Ziel so natürlich wie möglich zu leben- d.h.soweit der finanzielle Aspekt da mitspielt….

    • Herzlichen Dank für Dein Feedback! Mit Waschnüssen habe ich punkto Wäsche auch nicht so gute Erfahrungen gemacht. Jetzt wasche ich mit Waschball und ökologischem Waschmittel. Bei hartnäckigen Flecken (gerade auf den Hosen der Jungs) greife ich auch zur Bürste und zu Waschseife.

      Liebe Grüße
      Silke

  7. Hallo Silke hier auch Silke, meine Frage: habe schon graue Haare und Sie gefärbt versteht sich. Kann ich es trotzdem mit der Lavaerde versuchen?
    Freue mich schon auf Deine Antwort und vielen Dank für die vielen wetvollen Tipps.

    Liebe Grüße
    Silke

    • Hallo liebe Silke,

      ich selbst färbe meine Haare nicht und kann zu gefärbten Haare und dem Waschen mit Lavaerde nicht so viel sagen. Ich meine aber mal gelesen zu haben, dass es bei gefärbten Haaren nicht so gut funktioniert. Du kannst es sicher ausprobieren und den Haaren einfach ein bisschen mehr Zeit geben, sich daran zu gewöhnen.

      Liebe Grüße
      Silke

  8. Liebe Silke,
    danke für den interessanten Artikel! Hört sich sehr einfach an. Ich wasche meine Haare recht lange mit Roggenmehl und bin damit sehr zufrieden. Allerdings mische ich Senfpulver (oder Ingwerpulver) und gemahlene Kräuter dazu. Das ganze mit heissem Wasser anmischen, abkühlen lassen und einwirken lassen. Dann gut auswaschen. Als Spühlung nehme ich Brennesseltee mit etwas Essig (für blonde Haare sollte der Kamillentee gut sein). Am Anfang fühlten sich meine Haare auch etwas fettig an, dann hatte ich die Maske etwas länger einwirken lassen.
    Viele Grüße
    Tanja

  9. Huhu,
    ich dusche mit Lavaerde und und Aleppo-/Dudu Osun im Wechsel und creme mich ganz selten danach ein. Im Gesicht vertrage ich Kokosöl nicht und bin seit einigen Wochen von der Pflege mit reiner Sheabutter (bitte mal bei ‚Dragonspice‘ gucken, dort gibt es ein Projekt von afrikanischen Frauen, das man dort mit dem Kauf von „Wemakumi“ Sheabutter unterstützen kann), mehr als überzeugt. Meine schuppigen Stellen sind damit nach Jahren endlich wieder geschmeidig und das gesamte Hautbild im Gesicht hat sich drastisch zum Besseren gewandelt.
    Roggenmehl gibt’s auf die Haare, wobei ich mich in den nächsten Tagen an die „water only“-Methode heranwagen will. Für die Zähne stehen noch zwei flouridfreie Pastatuben mit B12-Zusatz um. Wenn sie alle sind, werde ich nach einer Selbstmachmischung suchen.
    Endlich keine Plastikflaschenarmee mehr im Bad und die früheren Verlockungen in den Drogerien ob der Menge an Chemiecocktails in bunten Flaschen und Tiegeln sind keine mehr.
    🙂

  10. Ich wusste zwar das Kokosöl für die Haarpflege und Hautpflege gut ist, aber das es auch antibakteriell ist. Hört sich schon wie ein Wundermittel an. Vielen dank für die Informationen.

  11. Zum Kochen habe ich Kokosöl schon lange benutzt, aber für Haut und Haare oder sogar für die Zähne war mir neu! Danke für den Artikel, werden gleich mal einiges testen! Grüße Ulrike

  12. Hallo Silke,

    Sehr interessant dein Artikel zu Lavaerde und Kokosöl. Ich habe auch schon mit Kokosöl experimentiert und war grundsätzlich zufrieden. Leider ist mir das Konosöl im Bad immer schlecht geworden. Wie machst du das? Wo bewahrst du es auf oder füllst du es um?

    • Hallo Katharina,

      besonders im SOmmer passiert es mir, dass Kokosöl schlecht wird. Ich fülle dann immer nur ein bisschen Kokosöl in ein Glas und bewahre das große Glas Kokosöl im Kühlschrank auf.

      LG
      SIlke

  13. Hallo Silke,

    ich wasche seit einiger Zeit auch meine Haare mit Lavaerde und benutze sie auch zum Abwaschen des Körpers.
    Hast Du einen Tipp für das Händewaschen? Benutzt Du dafür nur Wasser?
    Und was verwendest Du zum Geschirrspülen, wenn Wasser alleine nicht ausreicht?

  14. Hallo Silke,
    hab dich heut im Goodbye Matrix Kongress gehört – du hast eine tolle, informative Seite – ich werde mich Stück für Stück inspirieren lassen was die Rohkost angeht und bin auch neugierig auf Entsafter und Dörrer, aber das steht ja an anderer Stelle…!!!!
    Zum minimalistischen Bad kann ich nur teilen, dass ich vor 12 (!) Jahren auf einer Trekkingreise kein Shampoo mitnehmen wollte, weil es eh nirgends Wasser zum Haarewaschen geben würde – und seitdem wasche ich sie nicht mehr, bzw. mache sei nur naß, wenn es sich ergibt (Badesee, Sommerdusche im Garten,…) – da ich sie auch niemals fönen würde und nur mit einem Ofen lebe, mache ich sie im Winter nicht nass. Ich bürste gut, so wie du es beschreibst und das reicht völlig. Ich habe lange Haare, wie du, rotblond bzw. schon etwas grau dazwischen, und auch das offen tragen ist (fast) immer sehr angenehm – sonst mit „Pferdeschwanz“ o.ä., wenn es sich mal nicht so gut anfühlt, was möglicherweise mit Mondzyklen zusammenhängt, was ich aber nicht 100% „studiert“ hab, nur so losen „Beobachtungsverdacht“ 🙂
    „Fettig“, wie ich das früher auch genannt habe, waren sie im unangenehmen Maß sicherlich nur damals auf der Reise (Umstellungszeit, ca. 3-4 Wochen), und ganz selten hab ich mal „eine fettige Stelle“ – wenn ich irgendwie Stress habe oder „Kram gegessen hab gegen jede Vernunft“, aber das gibt sich dann genauso schnell wieder.
    Ich kann dieses Experiment nur empfehlen!!! Nichts tun und kaufen zu müssen ist eine so grandiose Befreiung! Und: ich brauche eben auch keine „Alternativprodukte“, die aus Afrika, Asien o.ä. eingeflogen werden. Das stört mich an diesen Produkten ehrlich gesagt immer ein bisschen, ich würde, wenn schon, gern Alternativen aus unserem „Lebensraum“ (ökologisch gesehen) nutzen.
    Es fehlt mir auch nie „Geruch“ (Parfum, was ja in den Shampoos auch meist eher eklig ist) – eine liebe Freunin sagt immer, wenn wir uns zu Begrüßung und Abschied umarmen – mmmmh, du riechst so gut nach du 😉
    – Du hast mich mit deiner Seite inspiriert, diese Geschichte zu teilen und ich freue mich so sehr, dass soooo viele Menschen heute auch so denken und mitmachen! Das wird hier sicht-, lesbar! Danke!

    • Liebe Carlotta,

      herzlichen Dank für Deine liebe Nachricht. Wow, ich bin begeistert und beeindruckt, von Dir zu lesen. Ohne Wasser Haare waschen – dahin komme ich auch noch. Momentan wasche ich sie mir so alle 7 bis 10 Tage mit Lavaerde. Ja, ich weiß, die kommt extra aus Afrika. Das gefällt mir auch nicht so gut. Mit Roggenmehl, eine regionale Alternative, haben sich meine Haare nicht so gut angefühlt und meine Kopfhaut war sehr trocken. Nur mit Wasser ist mein nächstes Ziel. Wenn ich faste, fetten meine Haare auch nicht so sehr nach. Ich bemerke auch sehr, wie sich meine Haare mit bestimmten Lebensmittel verändern. Wenn ich sehr einfach und wenig vermischt esse, fetten sie kaum. Ich denke, dass der Schlüssel dafür im Darm liegt, bei dem einen mehr als bei dem anderen. Ich teste auch weiter.
      Ich liebe es, nach mir zu riechen. Einmal hat mich auch einen Bekannte nochmal umarmt, weil sie fand, dass ich sehr gut rieche, vor allem meine Haare, die ich zu dem Zeitpunkt 7 Tage nicht gewaschen hatte. 🙂

      Alles Liebe und Gute Dir.
      Silke

  15. Liebe Silke
    Vielen Dank für deinen tollen Artikel zur Lavaerde!
    Ich beschäftige mich auch schon länger mit dem Thema Naturkosmetik (so wie es von der Natur gedacht ist) und mittlerweile hinterfrage ich auch zum Beispiel die Häufigkeit des Duschens, waschens etc. Vorallem die Frage wieviel Körperreinigung und -pflege täglich „nötig“ ist. Ich suche für mich ein stimmiges Ritual, eine stimmige Art und Weise der täglichen Körperpflege und da wollte ich dich einmal fragen, wie du das siehst. Lavaerde als Duschgel und Shampoo finde ich super, mag ich auch am liebsten, doch wie oft duschen ist erforderlich? Haare waschen einmal wöchentlich finde ich stimmig. Aus energetischen Gründen stehe ich abends auch gerne unter die Dusche (ohne Haare) um den feinstofflichen Schmutz abzuspülen und mich von Fremdenergien zu reinigen. Genügt es wohl mit reinem Wasser zu duschen oder wäre es besser täglich Gesicht, Füsse, Achseln mit Lavaerde zu reinigen? Und danach mit Kokosöl zu pflegen? Mir ist es auch wichtig so einfach und natürlich wie möglich und so möchte ich zum Beispiel auch keine Waschlappen fürs Gesicht benützen, schliesslich gibt es in der Natur ja keine Bäume wo Waschlappen dran wachsen 😉 Ich merke aber, dass ich trotz meinem starken Bedürfnis nach Einfachheit immer noch sehr viel Zeit aufwende für die Körperpflege, deswegen bin ich auch immer noch auf der Suche und noch nocht wirklich angekommen.
    Ich dachte einfach ich frage dich mal um Rat weil mir scheint, dass du bei diesen Themen doch recht eingespielt bist und viel Erfahrung hast.

    Herzlichen Dank und liebe Grüsse
    Patrizia

  16. Du erwähnst im 2. Video den sog. „Säureschutzmantel“. Den gibt es in der Form nicht oder nur, weil die meisten von uns übersäuert sind, was beim dem Reinigungsversuch des Körpers unter anderem über die Haut nach außen dringt und dann auf der Haut messbar wäre. In dem Sinne gibt es von Natur aus keinen „Säureschutzmantel“! Schon im Mutterleib befindet sich das Kind im basischen Fruchtwasser und wird erst nach der Geburt der meist sauren Umgebung, Nahrung und „Körperpflege“ ausgesetzt. In Werbung und co. wird uns dieses Märchen vom „Säureschutzmantel“ noch erzählt. „Man erzählt uns: Die Haut des Menschen weise im natürlichen Zustand einen pH-Wert von ca. 5,5 auf, sei also sauer. Unter „natürlich“ wird dabei das verstanden, was in westlichen Industrienationen an der Tagesordnung ist. Klar: Man trifft praktisch niemanden mehr, auf den das nicht zutrifft, aber heißt das, dass es auch natürlicherweise so sein müsste/sollte?“

    Liebe Grüße, Emely

Kommentar verfassen