Die Notwendigkeit von Bitterstoffen

Bitterstoffe kurbeln das Verbrennen von Fettzellen an und bewirken ein schnelleres Gefühl der Sättigung. Sie regen die Verdauungssäfte an und entlasten Magen, Leber, Gallenblase und den Darm.

Was sind Bitterstoffe?

Bitterstoffe bestehen aus verschiedenen Pflanzeninhaltsstoffen. Der bittere Geschmack kann von einem Öl in der Pflanze, einem Harz, einem Farbstoff oder von Säuren stammen.

In der heutigen konventionellen Industrie-Ernährung sind Bitterstoffe kaum noch vertreten. Dominant sind die Geschmacksrichtungen süß und salzig.

Lebensmittel mit Bitterstoffen sollten der Gesundheit zuliebe einen Platz in der täglichen Ernährung einnehmen.

Diese grünen Kulturlebensmittel enthalten Bitterstoffe:

  • Rucola
  • Endivie
  • Koriandergrün
  • Salbei
  • Kamille
  • Melisse
  • Basilikum
  • Liebstöckel
  • Majoran
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Bockshornkleegrün (wie auch die Samen) und viele mehr.
Endivie

Diese Wildkräuter enthalten viele Bitterstoffe:

  • Löwenzahn
  • Wermut
  • Beifuß
  • Schafgarbe
  • Gundermann
  • Märzveilchen
  • Gänseblümchen
  • Giersch
  • Knoblauchsrauke

Pflanzen setzten ihre Bitterstoffe gezielt dazu ein, um zu überleben. In der Natur heißt es, sich gegen Fressfeinde zu wehren. Bitterstoffe schützen die Pflanzen.

Auch wir können diese Bitterstoffe für unsere Gesundheit nutzen.

Auf meinem Blog findest Du ausführliche Artikel zum Löwenzahn und zum Giersch.

Stärken, reinigen und schützen

„In der Volksmedizin bekamen Kranke und Schwache bittere Früchte, Pflanzen und Wurzeln zu essen – die Kräuterkundigen wussten um deren Heilkraft, und die Kranken durften darauf vertrauen, dass das Bittere heilt.“

aus: Vital und schlank mit Bitterstoffen*

Die Heilung von verschiedenen Leiden können mit Bitterstoffen unterstützt werden. Dabei ist die richtige Dosierung über einen entsprechenden Zeitraum einzuhalten. Suche Dir dabei Rat von ganzheitlich arbeitenden Ärzten, Pflanzen- und Heilkundigen.

Im Ayurveda gibt es 6 Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb – die der Mensch für seine Gesundheit und Lebenskraft benötigt.

In der traditionellen chinesischen Medizin kennt man 5 Geschmacks-richtungen: süß, sauer, salzig, scharf und bitter.

Welche Geschmacksrichtungen sind in Deiner Ernährung vorrangig? Räumst Du dem herben oder bitteren Geschmack einen Platz ein?

In der konventionellen Ernährungsweise der westlichen Welt dominieren süß, sauer und salzig. Der Geschmack BITTER fehlt fast völlig. Dies könnte die Ursache für großen Appetit und Heißhunger sein, weil unser Sättigungsempfinden nicht mehr von Bitterstoffen ausbalanciert wird.

Die meisten Menschen ernähren sich heute vitalstoffarm. Schon viele Kinder sind mit Vitaminen und Mineralstoffen unterversorgt. Obwohl wir heute aufgrund der Globalisierung Lebensmittel aus aller Welt konsumieren können und nicht mehr nur auf regionale und saisonale Waren angewiesen sind, leiden viele Menschen an einer Mangelernährung. Oftmals ist die konventionelle Ernährung energiereich (viele Kohlenhydrate), aber nährstoffarm (wenig Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente).

Noch vor 100 Jahren aßen die Menschen fast ausschließlich regional, hatten viel weniger Vielfalt bezüglich der Nahrungsmittel zur Verfügung und waren dennoch besser mit Mikronährstoffen versorgt.

Was bewirken Bitterstoffe in Lebensmitteln?

Bitterstoffe in Lebensmitteln haben viele gesundheitliche Vorteile für uns. Wenn wir es schaffen, regelmäßig Bitterstoffe zu uns zu nehmen, profitieren unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden enorm davon.

  • reduzieren den Appetit auf süße Speisen, helfen Süßes besser zu verarbeiten

  • reduzieren die Lust auf übermäßiges Essen

  • erzeugen schnell ein Sättigungsgefühl

  • bringen die Verdauung sehr gut in Schwung und fördern die Fettverbrennung

  • wirken stark basisch, bauen Säureüberschuss im Körper ab

  • stärken das Herz-Kreislaufsystem und regeln dadurch den Blutdruck

  • stärken das Immunsystem, haben kräftigende Eigenschaften, können als MUTMACHER fungieren

Tipp: Wenn Dich der Heißhunger nach Süßem packt, sind Bitterstoffe in Pflanzen ein guter Helfer. Probiere es aus!

Löwenzahn

Gutes für die Verdauung

Sie helfen nicht nur bei Blähungen, Bauchkrämpfen und Verstopfungen, sondern stärken auch die Leber und Gallenblase.

Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an. Der Magen und die Galle produzieren vermehrt ihre Säfte und arbeiten auf Hochtouren. Auf diese Weise wird die Magenschleimhaut gut durchblutet und die Darmbewegung angeregt.

Arbeitet der Darm gut, kann er das Herz, den Blutkreislauf und den ganzen Organismus entlasten.

Heilpraktiker, wie auch Naturheilkundige, bestätigen immer wieder, dass gerade bei Menschen eine starke Abneigung gegenüber Bitterstoffen auftritt, die diese Bitterstoffe für ihre Gesundung bzw. Wohlergehen besonders benötigen.

Bitterstoffe in früheren Zeiten

Vor Generationen aßen die Menschen viel mehr Bitterstoffe als heute. Vieles Gemüse schmeckte deutlich bitterer als heute. Für uns Wohlstandsmenschen wurde das Bittere aus vielen Pflanzen heraus gezüchtet. Mild und süß soll der Geschmack von Speisen sein.

Doch nun fehlt uns die natürliche Essbremse. Wir essen viel zu süß, zu salzig und zu fettig.

„Magen, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse werden durch Bitteres gestärkt und mit Energie versorgt, die Verdauungssäfte kommen in Schwung, Nährstoffe werden besser aufgenommen und alles arbeitet“. So sollte es nach jeder Mahlzeit sein: Körper, Geist und Seele sind voller Energie, wer vom Tisch aufsteht, fühlt sich gestärkt und nicht matt. Nahrung soll Energie geben und nicht nehmen.“

aus: Vital und schlank mit Bitterstoffen*

Früher schmeckten folgende Lebensmittel viel bitterer: Gurken, viele Blattsalate, Karotten, Rosenkohl, Blumenkohl, Spinat, Spargel und manche Kartoffelsorten.

Wusstest Du das?

Bis kurz nach dem 2. Weltkrieg gab es nur Bio-Landwirtschaft. Die Chemie wurde einige Jahre nach dem 2. Weltkrieg in die Landwirtschaft eingeführt und Pestizide und Herbizide gesprüht. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, dass solche Vorgehensweisen das biologische Gleichgewicht störte und der Untergang für viele lebendige Mikroorganismen war. Daraus resultierte ein Mangel an Nährstoffen und Spurenelementen der Böden. Gleichzeitig wurden größere und einheitlichere Feldfrüchte (Gemüse und Getreide) gezüchtet, während die Inhaltsstoffe und der Geschmack verloren gingen.

Hast Du auch schon von der älteren Generation gehört, dass zum Beispiel Tomaten oder Gurken ganz früher viel besser schmeckten?

Ist das einfach nur Nostalgie?

Nein, sie haben Recht. Es gab Zeiten, da schmeckten Tomaten und Gurken viel aromatischer und intensiver. Zugunsten der Größe und Quantität der Feldfrüchte blieben der Geschmack und die Inhaltsstoffe auf der Strecke. Alte, geschmackvolle Obst- und Gemüsesorten finden wir noch bei privaten Gärtnern.

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Wie können wir Bitterstoffe zu uns nehmen?

Wildkräuter enthalten mehr Bitterstoffe und Gerbstoffe als Kulturpflanzen. Diese haben gesundheitsfördernde Wirkungen und können regelmäßig genossen werden.

Wenn Dir die Wildkräuter am Anfang zu bitter schmecken, dann verwende vorerst sehr kleine Mengen und steigere diese langsam.

Nach einiger Zeit wird sich Dein Geschmacksempfinden verändern und auch Du wirst den leicht bitteren Geschmack einiger Wildkräuter lieben.

  • Tee (am besten selbst gesammelte Wildkräuter oder aus der Apotheke)

  • Tinkturen (dafür werden Kräuter in Alkohol angesetzt – am besten selbst herstellen oder käuflich erwerben)

  • frischer Pflanzensaft (am besten aus Wildkräutern selbst frisch pressen)

  • pulverisierte Pflanzenteile

  • Bitterstoffe in der Nahrung – alles pur essen (einfachste Form der Aufnahme)

Fast alle wilden Pflanzen sind reich an Bitterstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Menschheit stärkt sich an den Wildpflanzen seit Jahrtausenden und erlebte eine bunte Vielfalt auf den Wiesen.

Dieser Blogartikel ist ein Auszug aus meinem Kapitel BEDEUTUNG VON BITTERSTOFFEN aus meinem ebook GESUND GRÜN ESSEN. In diesem eBook findest Du alle wichtigen Informationen über grüne Lebensmittel, einschließlich ein umfassendes Kapitel zum Thema Wildgrün mit der Beschreibung von über 60 Wildpflanzen und Baumblättern. Hier findest Du alle wichtigen Details dazu: GESUND GRÜN ESSEN.

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Herzensgrüße

Silke

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