Löwenzahn – das geniale Superfood aus der Region!

Der Löwenzahn gehört wie die Brennnessel, die Vogelmiere und das Wiesengras zu den bedeutendsten Superfoods unserer Region. Ein sehr guter Grund, Dir den Löwenzahn vorzustellen.

Woher kommt der Name Löwenzahn?

Der Name LÖWENZAHN leitet sich von der zahnartigen Gezacktheit der Blätter dieser Wildpflanze ab. Sie erinnern ein bisschen an Löwenzähne. Alternative Namen für den Löwenzahn sind Kuhblume, Butterblume und im späterem Stadium Pusteblume.

Der Volksmund sagt auch Bettpisser, Bettsiecher oder Brunzblume, was auf die stark harntreibende Wirkung des Löwenzahns hinweist.

Der Löwenzahn war bis ins 16. Jh. hinein unsere Sonnenblume, bis die große Sonnenblume von Nordamerika nach Europa kam.

Welche Teile sind essbar?

Blätter, Blüten, Stängel und Wurzel sind essbar.

Wo finden wir den Löwenzahn und wann ist die Erntezeit?

Er gedeiht auf  Wiesen, auf Äckern, auf Lichtungen und an Wegrändern. Die Blätter werden von März bis Oktober und im April bis Mai die Blüten geerntet. Wer die Wurzeln verwenden möchte, ernte sie im Frühjahr oder Herbst.

Wie ist die Form der Pflanze und der Blätter?

Die Blätter sind länglich gezackt, und wachsen in Rosettenform aus dem Boden. Daraus wächst ein hohler runder Stängel, der bis zu 30 cm hoch wachsen kann. Später sprießen darauf Blüten.

Die Blätter sind teilweise tief eingeschnitten. Ein Blatt gleicht kaum einem anderen.

Weißt Du warum die Blätter des Löwenzahns von Pflanze zu Pflanze so verschieden aussehen?

Das hängt oft mit der Bodenbeschaffenheit, mit dem Klima und dem Licht zusammen. Der Löwenzahn ist eine der anpassungsfähigsten Pflanzen überhaupt, die wir in unserer Region haben. Sie variiert in der Größe und Gestalt und im Wachstum und dies hängt oft mit dem Standort und den Umweltbedingungen zusammen.

An schattigen und feuchten Standorten sind die Blätter recht groß und die Stängel hoch. An sonnigen Stellen sind die Blätter stark gezackt, noch spitzer und ähneln mehr einer Art Raubtiergebiss. Die Stängel sind viel kleiner und gedrungener.

Alle vom Blatt her ähnlich geformten Pflanzen sind essbar.

Ist die weiße Milch des Löwenzahns giftig?

Im Stängel dieses Wildkrautes ist ein weißer Saft enthalten, auch weiße Milch genannt. In meiner Kindheit wurden wir von Erwachsenen auf die Giftigkeit dieser Flüssigkeit hingewiesen und wir sollten sie auf keinen Fall zu uns nehmen.

Stimmt das?

Die weiße Milch ist nicht giftig. Die Stängel können ohne Sorge mitgegessen werden und haben sogar eine gesundheitliche Wirkung auf unseren Körper.

Ein Kräuterexperte hat mal  gesagt: „Das haben sich wohl die Mütter ausgedacht, weil dieser weiße Pflanzensaft sich nicht so gut aus der Kleidung herauswaschen lässt.“ 😀

Tipp: Iss im Frühjahr 3 Wochen lang 6 bis 8 Stängel des Löwenzahns und die Entgiftung der Leber zu unterstützen.

Die Blüte des Löwenzahns

Die leuchtend gelbe Korbblüte schließt sich am Abend oder auch bei Regen zum Schutz vor Feuchtigkeit und Kälte und öffnet sich erst am Morgen wieder.

Aus der gelben Blüte entwickelt sich die Pusteblume, An jedem Schirm hängt ein Samen für eine neue Pflanze und die Samen können dank ihrer Lebenskraft fast überall keimen.

Vielfalt des Löwenzahns

Weltweit gibt es über 400 Arten des Löwenzahns. Er wächst nicht nur in unseren Breiten, sondern auch in den Tropen und sogar in der Arktis.

Wie unterscheiden sich die Arten?

  • kleinere oder größere Blüten
  • hellere oder dunklere Blüten
  • die Schirme der Pusteblume variieren in Länge und Form
  • schmale, lange Blätter oder kurze, breitere Blätter
  • stark gezahnt oder fast glattrandig
  • hellgrüne bis dunkelgrüne Farbe der Blätter

Der gewöhnliche Löwenzahn ist die bei uns am häufigsten anzutreffende Art.

Wie lässt sich der Geschmack beschreiben?

Die Bitterstoffe im Löwenzahn sind charakteristisch für seinen Geschmack. Die Blätter und die Stängel schmecken bitter, die Blüten eher leicht süßlich.

Was sind seine Inhaltsstoffe?

Er enthält viel Kalium, Eisen, Calcium, Magnesium, Phosphor, Vitamin C, Vitamin A, Vitamin B2, Schleimstoffe und Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe).

Dieses kostbare Wildgrün soll, verglichen mit einem Salat in Plastikfolie aus dem Supermarkt, 9 mal mehr Vitamin C und 40 mal mehr Vitamin A enthalten. Verglichen mit dem Kulturgrün Spinat enthält der Löwenzahn 3 mal mehr Eisen.

Die Bitterstoffe im Löwenzahn wirken wie eine Essbremse. Es stellt sich viel schneller das Gefühl ein, satt zu sein. Die Verbrennung der Fettzellen wird auch angekurbelt.

Wer abnehmen oder sein Gewicht stabil halten möchte, der kann regelmäßig dieses wundervolle Wildkraut von Frühjahr bis Herbst zu sich nehmen.

Welche gesundheitliche Wirkung hat der Löwenzahn?

  • wirkt entgiftend, wundheilend, blutbildend, harntreibend, blutreinigend und entzündungshemmend
  • wird auch gegen Gallenleiden bis hin zur Behandlung von Gallensteinen eingesetzt
  • sehr gute leberreinigende Wirkung
  • aufgrund der Bitterstoffe gut für Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Galle und Niere
  • Aktivierung des Stoffwechsels
  • sehr gut für eine Frühjahrskur geeignet, kann ganz leicht die Frühjahrsmüdigkeit überwinden, am besten ab Frühjahr täglich ein paar Löwenzahnblätter in den Speiseplan integrieren
  • der bittere Geschmack lässt den Speichel und die Verdauungssäfte fließen, alle Verdauungsorgane werden angeregt
  • durch den verstärkten Gallenfluss und die verbesserte Ausleitung aus der Leber werden Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette aus der Nahrung besser verdaut

Löwenzahn und Anti- Aging

Die Universitäts- Hautklinik in Mannheim testete die Wirkung von Löwenzahnsaft bezüglich der Faltenbildung und trockener Haut. Die weiblichen Testpersonen erzielten mit dem Wildkräutersaft eine deutliche Verbesserung der Elastizität und Feuchtigkeit ihrer Haut. Schon 20 ml am Tag sollen ausreichen, um das Hautbild sichtbar zu verbessern.

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Der Löwenzahn und seine Wurzel

Er besitzt saftige und tiefe Pfahlwurzeln, mit denen er bis in die tiefen Schichten des Bodens vordringt. So kann er auch längere Trockenperioden überstehen und sieht immer noch saftig grün aus.

Für viele Gärtner ist der Löwenzahn eher ein Ärgernis, weil er so anpassungsfähig und ihm kaum der Garaus zu machen ist.

Der Löwenzahn kann auch als Gartenhelfer gesehen werden. Erdbeeren sollen viel besser zwischen ihm wachsen. Durch seine tiefen Wurzeln bricht er die tieferen Schichten des Bodens auf und so können auch die Wurzeln der weniger starken Kulturpflanzen weiter in die Tiefe gelangen und sich mit Nährstoffen/ Mineralstoffen versorgen.

Übrigens, junge Regenwürmer lieben die Wurzeln des Löwenzahns. Die Regenwürmer sind für unseren Boden, für die Humusbildung, für die Bodengesundheit sehr wichtig. Bitte immer schön den Löwenzahn wachsen lassen.

Wie kann der Löwenzahn gegessen werden?

  • pur essen
  • entsaften
  • einem grünen Smoothie zugeben
  • fein gehackt für Salate oder Dips
  • für den Winter trocknen und als Pulver für verschiedene Gerichte verwenden
  • Tee aus Löwenzahnblättern und Löwenzahnwurzel

Du siehst, der Löwenzahn ist ein wundervolles Wildgrün. Es lohnt sich, ihn regelmäßig in den Speiseplan zu integrieren und die Gesundheit zu unterstützen.

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Hat Dir diese Vorstellung des Löwenzahns gefallen oder könnte es jemanden interessieren, den Du kennst? Dann teile den Artikel gern auf Facebook oder über Mail. Herzlichen Dank für Deine Unterstützung. Wie nimmst Du den Löwenzahn am liebsten zu Dir?

Herzensgrüße

Deine Silke

ke

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