Giersch – regionales Wildgrün und Superfood

Der Giersch wird volkstümlich auch Geißfuß oder Zipperleinskraut genannt. Viele Gartenfreunde empfinden diese Wildpflanze als Unkraut, weil er sich so schnell vermehrt und können sich wohl kaum vorstellen, dass Giersch in früherer Zeit als Nutzpflanze wegen seiner Inhaltsstoffe und auch seiner Heilwirkungen angepflanzt wurde.

Der Giersch gehört zur Familie der Doldengewächse und ist zum Beispiel mit Kümmel und Dill verwandt.

Was ist vom Giersch essbar?

Du kannst von dieser Wildpflanze die Blätter, die Stängel, die Blüten und die Früchte essen.

Wo wächst der Giersch?

Der Giersch ist weitverbreitet und wächst vor allem in Gärten, am Waldrand, in der Nähe von Gebüschen und am Wegrand.

Wann ist die beste Erntezeit für den Giersch?

Die Blätter kannst Du ab März bis in den Oktober hinein ernten, von Juni bis August die Blüten und Samen.

Aufbau der Blätter und Pflanze

Die Blätter sind leicht behaart und der Rand ist gezahnt. Das Gesamtblatt verzweigt sich dreiteilig. Der Blattstiel ist dreikantig, das Blatt ist dreigeteilt, und auch die Einzelblätter bzw. das oberste Einzelblatt sind dreigeteilt.

Die Blätter können hellgrün bis dunkelgrün aussehen. Das kann zum einen davon abhängen, ob der Giersch in der Sonne oder im Schatten steht oder wie sich der Nährstoffgehalt des Bodens zusammensetzt.

Eine Gierschpflanze kann bis zu 90 cm hoch werden.

Die Gierschblüte

Der Giersch weist einen doppeldoldigen Blütenstand mit weißer Blüte auf.

Gibt es giftige oder ungenießbare Doppelgänger?

Ich möchte einen ganz deutlichen Hinweis geben. Der Giersch kann mit Wildpflanzen verwechselt werden, die für uns nicht genießbar bzw. giftig sind, wie zum Bsp. der Bibernelle, dem Waldengelwurz oder dem Schierling.

Aber nicht verzagen, es gibt einen Merkspruch, an dem Du Dich orientieren kannst und der lautet:

Drei- drei - drei - bist beim Giersch dabei. 

Das heißt, Du achtest einfach darauf, dass:

  • der Blattstiel dreikantig ist
  • das Blatt dreigeteilt ist
  • das obere Einzelblatt dreigeteilt ist

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Wie lässt sich der Geschmack beschreiben?

Die Blätter schmecken nach einer Mischung aus Möhre und Petersilie, die Blüte süßlich, die Früchte ein bisschen schärfer.

Was sind seine Inhaltsstoffe?

Im Giersch sind  ätherische Öle, Vitamin C, Kalium, Kalzium, Zink, Kupfer, Vitamin A und Magnesium enthalten.

Welche gesundheitlichen Wirkungen hat der Giersch?

  • wird bei Rheuma und Gichterkrankungen angewendet
  • wirkt mild harntreibend, harnsäurelösend, krampflösend, abführend, entzündungshemmend und hat eine entsäuernde Wirkung.

Tipp: Bei Sonnenbrand oder Insektenstichen die Gierschblätter zerstoßen oder zerkauen und diesen Blätterbrei auf die bestimmte Hautstelle streichen. Das hemmt die Entzündung, kühlt angenehm und beruhigt die Haut.

Wie kann der Giersch verwendet werden?

  • pur essen (vor allem junge Pflanzen)
  • Giersch mit großen Blättern und langem Blattstiel entsaften
  • einem grünen Smoothie beigeben
  • die Blütenstängel sind hohl und können als Trinkhalme verwendet werden
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