Brokkoli – grün, gesund und lecker

Das Gemüse Brokkoli gibt es das ganze Jahr über im Supermarkt oder in Bioläden. Im Sommer finden wir ihn auch regional, vor allem auf Wochenmärkten.

Ursprung und Name des Brokkoli

Der Brokkoli stammt ursprünglich aus Kleinasien und kam im 16. Jh. über Italien nach Europa. Italien ist heute das Hauptanbaugebiet für Brokkoli.

Der Name Brokkoli heißt so viel wie Kohlsprossen und stammt vom italienischen Begriff „broccoli“.

Kreuzblütengewächs Brokkoli

Brokkoli, der zur Familie der Kreuzblütengewächse gehört, kann als Gemüse, aber auch in Form von Sprossen verzehrt werden. Die Brokkolisprossen sind besonders wertvoll, da sie in ihren Blättchen wichtiges Chlorophyll bilden.

In den Kreuzblütengewächsen sind auch Senfölglykoside enthalten. Mehr als 150 Arten dieser Glykoside sind bekannt, die in den unterschiedlichsten Mengen in verschiedenen Kreuzblütengewächsen vorkommen.

Zu den Kreuzblütengewächsen gehören zum Beispiel auch Blumenkohl, Rucola, Kresse, Rettich, Radieschen, Meerrettich und Senf.

Nebenwirkungen Kreuzblütengewächse

Kreuzblütler bilden Senföle, die scharf oder auch bitter schmecken, um Schädlinge abzuwehren. Es soll zu toxischen Effekten kommen, wenn über einen längeren Zeitraum sehr hohe Dosen dieser Senföle eingenommen werden.

Diverse Studien belegen allerdings, dass 90 mg am Tag über mehrere Wochen sehr gut verträglich waren und es offensichtlich keine Nebenwirkungen zu verzeichnen gab.

Inhaltsstoffe des Brokkoli

Kalium, Natrium, Eisen, Kalzium, Zink, Phosphor, einige B-Vitamine, Vitamin E und C, Carotin und sekundäre Pflanzenstoffe.

Sulforaphan im Brokkoli

Das am besten erforschte Senfölglycosid  ist das Sulforaphan. Es ist bekannt für seine krebshemmende  und entgiftende Wirkung. Dieser Stoff ist in den Brokkolisprossen 10 bis 100mal mehr enthalten als in der ausgewachsenen Pflanze!

Sprossen sind eine unglaubliche Bereicherung für den Speiseplan. Nimm täglich verschiedene Sprossen zu Dir und Du bist gut mit Nährstoffen versorgt.

Viele Vitalstoffe im Brokkoli, wie auch das Sulforaphan sind hochwasserlöslich und hitzeempfindlich und verschwinden im Kochwasser, wenn Du es nicht mit verwendest, Am besten den Brokkoli nur knackig dämpfen und die Brokkolisprossen roh essen.

Gesundheitliche Wirkung von Brokkoli

Wenn Du 3-5mal in der Woche Brokkoli als Gemüse oder in Form von Sprossen zu Dir nimmst, dann reicht es aus, um die heilsame Wirkung zu erfahren.

Verschiedene Studien belegen auch, dass besonders die Brokkolisprossen Menschen mit verschiedenen Leiden bei der Heilung unterstützt haben. Entweder wurde eine Krankheit ganz ausgeheilt oder der Heilungsprozess wurde unterstützt. Bekannt sind Fälle von Lungenleiden, Prostatakrebs, Alzheimer und Arthritis.

Brokkoli und Brokkolisprossen helfen bei der Prävention und Behandlung von Krebs.

Ein Forscherteam von Universität in Illinois, hat festgestellt: wenn  Brokkoli als Gemüse und in Sprossenform in einer Mahlzeit kombiniert wird, dann kann der krebshemmenden Effekt des Kreuzblütengewächses verdoppelt werden.

Sehr wirksam ist auch die Aufnahme von Brokkoli mit anderen Kreuzblütengewächsen innerhalb einer Mahlzeit. Kombiniere zum Beispiel Brokkoli mit Blumenkohl oder Brokkoli mit Rucola.

Gesundheitliche Wirkung  der Brokkolisprossen

Brokkolisprossen enthalten viel Sulforaphan (ein Senföl). Das ist ein sekundärer Pflanzenstoff mit stark antioxidativer Wirkung. Er aktiviert zum Beispiel ein Entgiftungsenzym in unserer Leber, welches krebserregende freie Radikale eliminiert, die dann keine Zellschäden mehr verursachen können. Der Stoff Sulforaphan ist im Keimling 50fach höher als in der ausgewachsenen Pflanze.

Anleitung zum Ziehen von Brokkolisprossen

Keimsaaten für Brokkoli findest Du zum Beispiel in kleineren Tütchen in Bioläden oder Du bestellst die Saaten online. Ich empfehle Dir bei der Firma Saatgut Bardowick GmbH vorbeizuschauen. Sie bieten aktuell zwei verschiedene Brokkolisamen an, die sehr gut keimen und schmecken. Zum Keimen eignet sich ein Keimglas oder eine Keimschale.

  • Keimtyp: Dunkelkeimer
  • Keimgerät: Keimschale oder ein Sprossenglas*
  • Einweichzeit: 6 bis 8 Stunden
  • Temperatur: 18 bis 21 Grad
  • Wässern: morgens und abends spülen, ab dem 4. Tag mit Wasser besprühen
  • Erntezeit: ab dem 7. Tag
  • Geschmack: leicht scharf, frisch

Mehr Utensilien zur Sprossenzucht findest Du hier* bei meinem Empfehlungen*.

Brokkolisprossen auf Erde ziehen

Auch hier ist die Aussaat in Erde möglich. Ich habe bis jetzt schon beide Varianten probiert, halte allerdings für mich die Variante ohne Erde praktikabler.

Hierfür werden die Saaten nach der Einweichzeit gleich auf Erde gebettet. Die Schale bis zur Keimung abdecken und danach ins Licht stellen.

Die Saaten wachsen lassen, regelmäßig gießen bzw. mit Wasser besprühen. Die Erde sollte nicht trocken oder zu feucht sein.

Verwendung: Die kresseähnlich schmeckenden Brokkolisprossen erhöhen den Gesundheitswert von Salaten und Gemüsegerichten enorm. Köstlich schmeckt auch ein Essener Fladenbrot mit Avocadocreme und Brokkolisprossen.

Achtung: Das Sulforaphan ist sehr hitzeempfindlich. Die Sprossen am besten roh, also unerhitzt verzehren.

Wenns mal schnell gehen soll

Jetzt gibt es auch hochwertiges Pulver aus Bio- Brokkolisprossen in Kapselform. Frisch mag ich die Sprossen am liebsten – ganz klar, aber für diejenigen, die die Sprossenzucht im Alltag nicht unterbekommen oder viel auf Reisen sind, ist das eine geniale Alternative.

„Die Brokkolisprossen haben einen sehr hohen Sulforaphangehalt. Alle wertvollen Inhaltsstoffe der Sprossen bleiben durch die sorgfältige Herstellung in Rohkostqualität erhalten. Fast wie frische Sprossen essen, nur einfacher und bequemer.“

Die Brokkolisprossen in Kapselform kannst Du hier* bestellen.

Gesund grün essen

Wenn Du mehr über grüne Lebensmittel in unserer Region erfahren möchtest und darüber hinaus, mit welchen Wildpflanzen wir unsere Gesundheit unterstützen können, dann empfehle ich Dir mein eBook „Gesund grün essen“. Hier bekommst Du mehr Infos dazu.

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Deine Silke

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